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Napoleon zu Ehren

Salenstein – Die Sonderausstellung «1821 Napoleons Ende: St. Helena, Arenenberg und die Geburt einer Legende» ist im Napoleonmuseum Thurgau bis 24. Oktober zu sehen.

Das Ölgemälde von Carl von Steuben aus dem Jahr 1828 zeigt Napoleons letzte Stunden im Sterbebett. (Bild: Napoleonmuseum Thurgau)

Vor 200 Jahren starb Napoleon I. in der Verbannung auf St. Helena, einer weit abgeschlagenen Insel im Südatlantik. Anlass genug für das Napoleonmuseum, dem berühmten Korsen eine Sonderausstellung zu widmen.

Ein Höhepunkt: Das Totenbett
Im Zentrum der Ausstellung «Napoleons Ende: St. Helena, Arenenberg und die Geburt einer Legende» steht die sogenannte «crypte» (Krypta). In diesem Raum des Prinzenflügels wird ein grosser gläserner Sarkophag die Ausstellungsstücke rund um das Leben Napoleons im Exil und seine Legende aufnehmen. Einer der Höhepunkte: das Bett, in dem Napoleon der Überlieferung nach gestorben sein soll. Ausserdem finden sich im Sarkophag viele der damals reliquiengleich verehrten Andenken an den ehemaligen Kaiser der Franzosen. Bereits seine Stieftochter und Schwägerin Königin Hortense präsentierte sie ihren Besuchern auf dem Arenenberg in eigens eingerichteten Vitrinenschränken. Eine Besonderheit der Ausstellung stellt die Installation des Napoleongrabs im Schlosspark dar. In Anlehnung an das Originalgrab auf St. Helena pflanzte Hortense um 1821/22 zusammen mit dem Napoleon-Vertrauten Gaspard Gourgaud im westlichen Schlosspark eine Weide, genannt «Saule de Sainte-Hélène». Dabei handelt es sich um keine gewöhnliche, sondern um eine «Babylonische Weide». Vieles deutet darauf hin, dass unter dem Arenenberger Baum ausserdem eine Grabanlage aus Stein existierte. Zur Sonderausstellung wird eine Installation die Grabkopie visualisieren.

Ein eigener Raum widmet sich den erstaunlichen Beziehungen zwischen Napoleon I. und dem Bodensee. Denn obwohl er weder als General, noch als Erster Konsul oder Kaiser je vor Ort war, wirken seine Entscheidungen in der Region bis heute nach.

Die Ausstellung ist vom 10. Mai bis 24. Oktober auf dem Arenenberg zu sehen. Informationen zur Ausstellung unter www.napoleonmuseum.ch.

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