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Ernüchternder Auftritt

Wasserball – Mit 9:10 verliert der SC Kreuzlingen gegen das aufstrebende Team aus Carouge. Sichtlich überrascht von einem Gegner, der gemessen an den Leistungen in der laufenden Saison kein Überrraschungsgegner mehr hätte sein dürfen. Verbesserungspotenzial gibt es bei den Thurgauern viel. Zeit, dieses auszuschöpfen, eher nicht.

Die Wasserballer während des Trainings. (Bild: Sandro Zoller)

Obwohl mit Joel Herzog, Robin Pleyer und Pablo Carballo drei Leistungsträger ins Kader zurückkehrten, fehlte es im Wasser von der ersten Minute an Verantwortungsträgern. Nach einem raschen Rückstand sichtlich verunsichert schafften es die Kreuzlinger in zu vielen ihrer Angriffsspiele nicht, zum Abschluss zu kommen. Die starke Leistung des Torwarts von Carouge Natation setzte dem Selbstvertrauen des amtierenden Schweizermeisters ebenfalls zu.

Nach einer schwachen Startphase brach im zweiten Viertel auch noch die Defensive um den insgesamt blassen Torhüter Duje Jelovina zusammen. So sahen sich der SCK rasch mit einem 4:9 Rückstand konfrontiert. Die mentale Reaktion auf diesen folgte allerdings erst im letzten Viertel und damit zu spät. Die bei weitem auffälligsten Kreuzlinger Spieler des Abends, Pleyer und Carballo, vermochten ihre Mannschaft noch bis auf ein Tor heranzubringen. Beim Stand von 9:10 und dem Momentum klar auf Seiten der Gastgeber erfolgte allerdings bereits der Schlusspfiff.

Obwohl das Team von Coach Roehl nur mit wenigen personellen Veränderungen zur Meistersaison 18/19 auftrat, war vom Auftritt der damaligen Saison wenig zu sehen. Im Angriffsspiel zögerlich und abwartend brachte die vermeintlich konterstarke Truppe im ganzen Spiel nur gerade einen solchen Konterangriff zu Stande. In der Verteidigung fehlte zeitweise das Quäntchen Glück, aber mit einem souveränen, mutigen Auftritt hätte auch das problemlos kompensiert werden können.

Ob es ein Formtief oder strukturelle Probleme gewesen sind, die zu der Niederlage vor heimischem Publikum geführt haben, wird sich weisen. Zeit, das Geschehene zu analysieren und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, bleibt wenig, bereits in einer Woche am 15. Mai, gastiert die zweite Genfer Mannschaft, Genève Natation, im Hörnli. Eine Woche später wartet der Spitzenkampf gegen Lugano, bis dahin muss alles stimmen.

Aufgrund der beschränkten Zuschauerzahl ist aktuell eine Voranmeldung nötig, um die Heimspiele im Schwimmbad Hörnli zu besuchen.

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