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Sieg trotz anhaltendem Formtief

Wasserball – Die NLB-Männer des HSC Kreuzlingen besiegen auswärts Biel diskussionslos mit 30:22 und starten am nächsten Samstag mit einer vielversprechenden Ausgangslage in die Aufstiegsrunde.

Der Kreuzlinger Rückraumspieler Attila Kun versucht sich durchzusetzen. (Bild: zvg)

Die Mannschaft von Cheftrainer Werner Bösch hat ihre letzte Hauptrunde-Aufgabe mit Souveränität und Bravour erledigt. Beim personell dezimierten Tabellenelften Biel legten die Thurgauer nach einer ausgeglichenen Startviertelstunde (6:6) innert vier Minuten drei Treffer vor und verteidigten diesen Vorsprung bis in die Halbzeit. Thierry Gasser mit vier und Linkshänder Drenit Tahirukaj mit drei Treffern waren in den ersten 30 Minuten die Protagonisten der Offensive, während Keeper Laszlo Nahaj mit seinen acht Paraden der erneut stabilen Abwehr wichtigen Rückhalt gab.

In der zweiten Halbzeit machten die Thurgauer dann schnell alles klar. Während ihre Offensiv auf Hochtouren lief, bekundeten die Bieler mit ihrer Präzision und dem Durchsetzungsvermögen einige Probleme. So sah sich Trainer Lorenz Ottiger schon in der 34. Minute zu einem Time-out gezwungen. Die erhoffte Wirkung blieb allerdings aus. Sein Team kassierte in der Folge die Gegentreffer sieben bis zehn in Serie. Erst Lukas Béguelin gelang es nach über acht Minuten, den bei Halbzeit eingewechselten HSCK-Torhüter Haris Berisha zum 11:20 erstmals zu überwinden. Schon zu diesem Zeitpunkt glaubte allerdings nicht einmal mehr der grösste Optimist an eine Wende. Der Maximalvorsprung der stilsicher auftretenden Kreuzlinger betrug in der Folge elf Treffer. Allerdings bekundete der HSCK angesichts des deutlichen Verdikts nun ebenfalls etwas mehr Mühe, die Konzentration hochzuhalten. Dazu gab Trainer Bösch nun allen Feldspielern wichtige Einsatzzeit. Das gab Biel die Möglichkeit, den Schaden mit dem 22:30 doch noch in akzeptablen Grenzen zu halten. Erfolgreichste Werfer waren Thierry Gasser mit sieben Toren für Kreuzlingen und der erst 21-jährige Michael Lindner mit sechs für Biel. Wiederum in Topform präsentierten sich die Kreuzlinger Torhüter Laszlo Nahaj und Haris Berisha mit Abwehrquoten von 45 bzw. 50 Prozent.

Spannende Ausgangslage
Die besten sechs NLB-Teams ermitteln nun in der Aufstiegsrunde (Einfachrunde, jeder gegen jeden) die beiden Mannschaften, welche im Playoff-Final um das NLA-Ticket kämpfen dürfen. Der NLB-Meister ersetzt im Oberhaus den TV Endingen, der in der Playout-Serie (best of 5) gegen GC Amicitia Zürich (mit dem zukünftigen Kreuzlinger Paul Kaletsch) diskussionslos mit 0:3 Siegen unterlag.

Auf den HSCK warten in der Aufstiegsrunde drei Auswärtspartien (in Solothurn, Wädenswil/Horgen und Genf) sowie zwei Heimspiele (gegen Stäfa und Gossau). Der Kreuzlinger Rückstand auf einen Playoff-Platz beträgt nur zwei Punkte. In der aktuellen Form ist dem Team von Werner Bösch durchaus zuzutrauen, dass es ein gewichtiges Wort im Kampf um einen der beiden Finalplätze mitreden kann. Die Aufstiegsrunde beginnt am nächsten Samstag, 22. Mai. Der HSCK gastiert dabei beim SG TV Solothurn, den man zuletzt in eigener Halle nach hartem Kampf mit 26:24 niederringen konnte.

HS Biel – HSC Kreuzlingen 22:30 (10:13)
Gym Seeland. – 50 Zuschauer. – Sr. Feld/Müller.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Biel, 2-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Biel: Spuhler (1.-60./11 Paraden); Kunz, Béguelin (4), Linder (6), von der Weid (2), Piatek (2), Trummer, Melcher (1), Steiger, Rüeger (4), Schläfli (1), Bamert (2).
Kreuzlingen: Nahaj (1.-30./8 Paraden), Berisha (31.-60./12 Paraden); Briegmann, Lutz (1), Dedaj (2), Wipf (2), Tsamesidis (2), Deriks, Bär (1), Heim (3), Kun (3), Gasser (7/3), Zeller (3), Tahirukaj (6).
Penaltystatistik: Biel 0, Kreuzlingen 3 von 3.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Schneider (verletzt).

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