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Kreuzlingen gewinnt Torfestival

Handball – Dank des 39:34-Heimsiegs über Stäfa hat sich der HSC Kreuzlingen am zweitletzten Spieltag der NLB-Aufstiegsrunde seine Chancen auf die Finalteilnahme gewahrt.

Attila Kuhn. (Bild: Felix Walker)

Die Kreuzlinger rehabilitierten sich mit dem 39:34 (16:15) gegen das zuvor um einen Punkt besser klassierte Stäfa für ihre ungenügende Leistung beim 21:30 vier Tage zuvor bei Tabellenführer Chênois Genf. Das Team von Cheftrainer Werner Bösch hielt gegen die Zürcher dem Druck des Gewinnenmüssens stand und zeigte primär ein Offensivspektakel. So viele Tore hat der HSCK in einem NLB-Spiel noch nie erzielt.

Nachdem sich Chênois Genf mit dem 33:28-Erfolg beim Schlusslicht in Solothurn das erste Finalticket sicherte, verspricht der Kampf um Platz zwei grosse Spannung. Die Entscheidung wird erst am letzten Spieltag vom Samstag fallen. Der HSC Kreuzlingen empfängt dabei den TSV Fortitudo Gossau zum Ostschweizer Derby in der Sporthalle Egelsee und muss dieses in jedem Fall gewinnen, will er seine ohnehin bereits erfolgreiche Saison noch um zwei Finalspiele verlängern. Die Partie gegen die Fürstenländer, zu der wiederum nur 100 Zuschauer zugelassen sind, wird um 19 Uhr angepfiffen. Für ein Eintrittsticket müssen sich Interessenten nach dem Motto «first come, first serve» auf der Website www.hsc-kreuzlingen.ch vorgängig registieren.

Stäfa mit siebtem Feldspieler
Die Zürcher setzten am Mittwochabend bei ihrem Gastspiel in der Egelseehalle im Angriff von Beginn weg auf einen siebten Feldspieler anstelle des Torhüters. So versuchten sie die physisch überlegene Kreuzlinger Abwehr unter Druck zu setzen. Diese Taktik ging rund 40 Minuten lang auf, auch weil Stäfa im Linksaussen Noam Leopold und dem Mittespieler Laurin Rinderknecht zwei schnelle und durchsetzungsstarke Akteure besass. Zusammen waren die beiden erst 19-jährigen Talente für 21 der 34 erfolgreichen Torwürfe ihres Teams verantwortlich.

Ab dem 26:23 durch Thierry Gasser in der 41. Minute nahmen die Thurgauer das Zepter dann aber in die Hand und stellten die Weichen. Auch wenn die kämpferischen Zürcher nie aufsteckten und ihre Taktik konsequent weiterverfolgten, wirklich in Schlagdistanz kamen sie im in der Schlussviertelstunde nie mehr. Der HSCK konsolidierte seinen Vorsprung bei drei bis fünf Treffern und feierte am Ende mit dem 39:34 den vierten Sieg im fünften Spiel der NLB-Aufstiegsrunde. Beste Kreuzlinger Torschützen waren die Rückraumspieler Drenit Tahirukaj mit neun sowie Attila Kun und Thierry Gasser mit jeweils sechs Treffern.

HSC Kreuzlingen – Handball Stäfa 39:34 (16:15)
Egelsee. – 100 Zuschauer. – Sr. Abalo/Maurer.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 3-mal 2 Minuten gegen Stäfa.
Kreuzlingen: Berisha (1.-49./11 Paraden), Nahaj (49.-60./1 Parade); Briegmann, Lutz (4), Dedaj (3), Wipf (1), Tsamesidis (3), Deriks, Bär (2), Heim (2), Kun (6), Gasser (6/2), Zeller (2), Tahirukaj (9).
Stäfa: Frei (1.-30./2 Paraden), Murbach (31.-41./54.-60./4 Paraden), Kusnandar (41.-54./0 Paraden); Kägi, Bächtiger (2), Ardielli (1), Li. Von Dach, Vernier (3), Nishida, Lu. Von Dach, Honegger, Zeller (1), Rinderknecht (8), Leopold (13/6), Zimmermann (4), Barth (2).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 2 von 2, Stäfa 6 von 6.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Schneider und Kappenthuler (beide verletzt); Briegmann und Deriks nicht eingesetzt.
Rausch AG-best-Player: Drenit Tahirukaj und Noam Leopold.

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