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Ein Steg ins kühle Nass

Kreuzlingen - Die bisher vom Ufer des Hörnli in den See führenden Betonplatten sollen durch einen Steg ersetzt werden. Vorgesehen sind eine Plattform mit Lift und die ganzjährige Zugänglichkeit.

Urs Oberhänsli und Ruedi Wolfender präsentieren die Steg-Pläne. (Bild: Kurt Peter)

Seit Eröffnung des Schwimmbades Hörnli vor etwas mehr als 50 Jahren führen Betonplatten vom Ufer in den See. «Diese Platten müssen jetzt entfernt, der Zugang zum See muss sicherer gestaltet werden», erklärt Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter im städtischen Departement Gesellschaft. Urs Oberhänsli, Vizepräsident der Genossenschaft Hörnli ergänzt, dass damit die Einstiegsmöglichkeit in den See barrierefrei möglich sei.

Barrierefrei dank Lift

Der Steg wird vom Ufer bis zur Plattform 75 Meter lang und 2,5 Meter breit. Er führt ab bestehendem Weg in den See hinaus und dient während der Badesaison, etwa von April bis September, einzig den Gästen des Hörnli als Seezugang. Im Winter hingegen steht er der ganzen Bevölkerung zur Verfügung. Ein neuer, schmaler Weg ab Restaurant Fischerhaus führt dem Ufer entlang zur Anlage. Auf dem Seeweg zwischen Kreuzlingen und Bottighofen führt, östlich der Brücke, eine Treppe zum Steg. Unter der Brücke wird das restliche Areal des Schwimmbades mit Gittern abgesperrt, so dass ein Zugang nicht möglich ist.

Am Kopf des Steges wird die grosse Plattform realisiert, die über eine Treppe sowie einen Lift verfügt. «Damit man nicht über die ganze Länge des Stegs gehen muss um ins Wasser zu kommen, gibt es zwei weitere Treppen ins Wasser», führt Ruedi Wolfender aus. Die Höhe sei so bemessen worden, dass der Steg bei Hochwasser höchstens eine Woche überflutet sei. Bei Niedrigwasser liege der Stegboden 2,5 Meter über dem Seegrund. «Bei der Statik mussten wir den Wellenschlag, vor allem der Kursschifffahrt, berücksichtigen», so Urs Oberhänsli, « ein nicht zu unterschätzender Umstand».

Grosser Aufwand

Geplant ist eine Stahl- und Holzkonstruktion. Die Anlage steht auf insgesamt 24 Pfählen. «Die Genossenschaft und die Stadt realisieren den Steg gemeinsam, die Finanzierung läuft über die Stadt», so Ruedi Wolfender. Die Investitionen betragen 850’000 Franken. Als Baubeginn wird Mitte Oktober ins Auge gefasst, «weil auch die Campingsaison dann zu Ende ist und wir den Parkplatz zum Bau des Stegs brauchen». Grosse Baumaschinen könnten nicht ans Seeufer fahren, zusätzlich müsse östlich des geplanten Stegs extra ein stabiler Kiesdamm aufgeschüttet und nach der Realisierung wieder abgetragen werden. «Es gibt also eine recht aufwändige Baustelle, bevor wir die Anlage mit Beginn der Badesaison 2022 in Betrieb nehmen können», erklärt Urs Oberhänsli.  Kurt Peter

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