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Der Pfarrer und sein Erzfeind

Bottighofen - Die Kultkomödie «Don Camillo und Peppone» kann nun im August auf die Bühne gebracht werden. Allen Beteiligten haben die vergangenen Wochen viel an Flexibilität abverlangt.

Im August hat «Don Camillo und Peppone» Premiere. (Bild: pd)

Nach einer langen Zeit der Unsicherheit und dem bangen Blick auf die Infektionszahlen ist nun klar: Am 20. August heisst es auf der zentrumbühne bottighofen Vorhang auf für «Don Camillo und Peppone». Das Stück um den konservativen Pfarrer Don Camillo und dessen Erzfeind, dem kommunistischen Bürgermeister Peppone, sorgt seit den 1950er Jahren für urkomische Theaterabende. Inszeniert wird das Stück von Astrid Keller, die das Parteiengezänk mit italienischen Kult-Hits, rasantem Tempo und leidenschaftlichen Figuren kombiniert.

Die Corona-Pandemie hat allen Beteiligen des Stücks «Don Camillo und Peppone» einiges an Flexibilität abverlangt. Im Sommer 2020 hiess es «wir gehen im November auf die Bühne». Die Texte und Choreografien für Tanz- und Kampfszenen sassen schon, da schossen die Infektionszahlen in die Höhe und kurz vor der Premiere mussten die Proben abgebrochen werden. Nun werden sie wieder aufgenommen und das rasante Stück kann aller Voraussicht nach aufgeführt werden.

Kult-Komödie

Das Stück spielt im kleinen Dorf Brescello in der Poebene. Es könnte dort so idyllisch sein, wäre da nicht die andauernde Zwietracht zwischen den konservativen und den kommunistischen Bewohnern. Allen voran der aufbrausende Pfarrer Don Camillo (Salvatore Bisognano) und sein liebster Erzfeind, der kommunistische Bürgermeister Peppone (Raphael Tanner). Statt Argumenten lassen die beiden Streithähne gerne auch mal die Fäuste sprechen. Als Gina und Mariolino (Jessica Protopapa und Gianluca Pignataro), Kinder der beiden verfeindeten Lager, beschliessen zu heiraten, droht die Situation endgültig zu eskalieren…

Für Temperament und Tempo sorgen die dynamische Dialoge der Schauspielerinnen und Schauspieler, die auf Schweizerdeutsch spielen. Diese sorgen für eine rasante Inszenierung, die von der mitreissenden Musik getragen wird. Die Handlung und verschiedene Musikstile sind nahtlos ineinander verwoben und verleihen dem Stück Revuecharakter. Die beiden Chöre Tägerwilen und Wyfelde, dirigiert von Claudia Hugentobler und bestehend aus 16 Mitgliedern, haben viele italienische Gassenhauer und stimmungsvolle Choräle im Gepäck. Eine vierköpfige Band mit Akkordeon, Schlagzeug, Bass und Klavier spielt unter der Leitung von Akkordeonvirtuose Goran Kovacevic auf.

Alle Spieldaten und die weiteren Informationen finden sich online unter www.zentrumbuehne-bottighofen.ch. Sämtliche Corona bedingten Auflagen werden selbstverständlich beachtet.

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