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Der SCK kommt wieder in Fahrt

Wasserball – Heute Donnerstag startet der SC Kreuzlingen in die Playoff-Finalserie.

(Symbolbild: Archiv)

Horgen zeigte Partien auf Augenhöhe. Vor allem im dritten Spiel, welches wegen starkem Unwetter beim Stand von 9:7 für Horgen abgebrochen wurde, zeigte Lugano, dass es im Finale kein Spaziergang werden dürft. Dass man einen solchen erwarten konnte, zeigt ein Blick auf die Kaderliste. Drei ehemaligen italienischen Nationalspielern darf hier besonderses Augenmerk geschenkt werden. Unter diesen drei, mit Arnaldo Deserti (40) und Deni Fiorentini (37) sogar zwei Weltmeister. Auch im Tor steht mit Francesco Tramacera (40) ein Spieler, der weiss, wie man Titel gewinnt. Ganze drei Mal stemmte er bereits die Trophäe des Schweizermeisters in die Höhe. Alle drei in den Farben des SC Kreuzlingens. Nach dem letzten Meistertitel zog es Tramacera dann wieder in seine italienische Heimat, ehe er vor der aktuellen Saison in Lugano anheuerte. Für sie, wie auch für einen grossen Rest des Teams aus dem Tessin, dürften die Möglichkeiten einen Titel zu gewinnen in Zukunft wohl nicht grösser werden. 36 Jahre beträgt der Altersdurchschnitt der sieben Spieler, welche die Spiele beginnt. Wie in den meisten anderen körperlich betonten Sportarten, steht einem in der Regel mit Ende 30 nicht mehr eine allzu lange Karriere auf höchstem Niveau bevor. Sollten sich Deserti, Fiorentini oder Tramacera demnächst entscheiden die Karriere zu beenden, dürft auf Lugano ein grosses Stück Arbeit zukommen.

Nachwuchsspieler, welche an die NLA herangeführt werden sollen, haben einen schweren Stand im Team. Trainer Gianfranco Salvati setzt lieber auf seine arrivierten Kräfte. Ob diese Kräfte im hohen Sportleralter noch einmal bis ganz an die Spitze reichen, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Auf kreuzlinger Seite hofft man, dass dies nur einem gelingt: Milan Petrovic. Der serbische Linksaussen bestreitet mit 38 Jahren in seine zehn NLA-Saison. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten glänze Petrovic, wie auch seine Teamkameraden zuletzt wie in alten Zeiten. Ganze 51 Saisontore gehen auf sein Konto. Doch nicht nur Petrovic wusste zu überzeugen. Auch Simon Geiser entwickelte sich in dieser Saison zu einer festen Grösse im Team. Mit 23 Jahren erledigt der Tägerwiler seine Aufgaben, sowohl in Angriff, wie auch in der Verteidigung mit Bravour und zeigt, dass der SCK auch in Zukunft starke Spieler aus der Region in seinen Reihen haben wird. Denn auch auf der Centerposition bringen sich zwei Spieler in Stellung, welchen die Zukunft gehört. Diese physisch, wie auch technisch anspruchsvolle Position teilen sich mit Veit Albers (23) und Gian Rickenbach (21) ebenfalls zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Dass diese drei schon in der kommenden Woche spielentscheiden sein werden, darf zu hoffen sein, ist jedoch kein Muss. Dies wollen beim SCK andere übernehmen. Neben dem zuvor schon erwähnten Petrovic, vor allem Robin Pleyer, Pablo Carballo und Marc Herzog. Für den ältesten der vier Herzog Brüder werden es die letzten Spiele sein. Er beendet nach den Finalspielen seine erfolgreiche Karriere. Doch am Ende dürften für den SC Kreuzlingen nicht einzelne Namen ausschlaggebend sein, sondern einen geschlossene Teamleistung und ein Kreuzlinger Publikum in Topform. Ob dies der Fall sein wird, zeigt sich bereit morgen und bei Zweiteren am kommenden Samstag. Dann empfängt der SCK Lugano im zweiten Spiel zu Hause im Freibad Hörnli.

In Folge der anhaltenden Restriktionen der Corona-Pandemie, ist es dem SC Kreuzlingen leider nur gestattet 600 Fans begrüssen zu dürfen. Wer sich die Entscheidung im Kampf um die  Schweizer Meisterschaft nicht entgehen lassen will, wird gebeten sich auf der Vereinshomepage anzumelden. Sollten vor Spielbeginn noch Plätze frei sein, werden diese nach dem Motto «First come, first serve» vergeben.

Wer die Mannschaft in einem hoffentlich bereits entscheidendes 3. Spiel in Lugano unterstützen möchte, darf sich ebenfalls auf der Vereinshomepage für die Carfahrt ins Tessin einschreibe.

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