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Tomatenvirus im Thurgau festgestellt

Region – Im Kanton Thurgau wurde aufgrund einer Verdachtsmeldung das Tomato Brown Rugose Fruit Virus (Jordanvirus) auf Tomaten festgestellt. Diese Pflanzenkrankheit befällt unter anderem Tomaten- und Peperonipflanzen und kann zu Ertragsausfällen von 100 Prozent führen. Zurzeit kann das Jordanvirus nur durch Tilgungsmassnahmen bekämpft werden. Der Kantonale Pflanzenschutzdienst am Arenenberg hat gemeinsam mit dem Landwirtschaftsamt Thurgau, Vertretern des Bundesamtes für Landwirtschaft und Agroscope Bekämpfungsmassnahmen ergriffen. Für Menschen ist diese Pflanzenkrankheit unbedenklich.

(Bild: kie-ker/Pixabay)

Das Jordanvirus befällt Tomaten und Peperoni, da es die durch Resistenzzüchtung erwirkten Resistenzen gegen diese Virengruppe durchbrochen hat. Seit 2014 ist das Virus in Israel präsent – daher der Name nach dem Fluss Jordan – und hat sich dort innerhalb kurzer Zeit ohne Quarantänemassnahmen in praktisch allen Tomatenanbaugebieten ausgebreitet. Weltweit kam es im Jahr 2020 zu 45 Ausbrüchen.

In der Schweiz ist diese Pflanzenkrankheit als potentieller Quarantäneorganismus eingestuft, der von aussen in die Schweiz eingeschleppt werden kann. Er wird von den kantonalen Pflanzenschutzdiensten überwacht und muss bekämpft werden Zudem sind die Tomaten und Peperoni produzierenden Betriebe verpflichtet, Verdachtsfälle zu melden. So geschehen auch im Kanton Thurgau. Aufgrund einer Verdachtsmeldung im Juli konnte die Infektion mit dem Jordanvirus in Tomatenpflanzen auf einem Betrieb nachgewiesen werden.

Der Kantonale Pflanzenschutzdienst am Arenenberg hat gemeinsam mit dem Landwirtschaftsamt Thurgau, Vertretern des Bundesamtes für Landwirtschaft und der Forschungsanstalt des Bundes Agroscope Bekämpfungs- und weitere Überwachungsmassnahmen ergriffen. Damit soll verhindert werden, dass sich das Virus weiter ausbreiten kann. Beim Jordanvirus handelt es sich um eine reine Pflanzenkrankheit, wie es viele andere gibt. Sie befällt in erster Linie Tomaten- und Peperonipflanzen. Eine Übertragung auf den Menschen ist ausgeschlossen und für diesen somit ungefährlich.

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