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Es könnte so idyllisch sein …

Bottighofen - Wenn in Bottighofen «Don Camillo und Peppone» Premiere feiert, liegen Monate der Vorbereitungen, Proben aber auch Ungewissheiten und eine Absage hinter der «zentrumbühne».

Raphael Tanner, Astrid Huber und Salvatore Bisognano (vl.): Heute Abend feiert «Don Camillo und Peppone» Premiere. Bild Kurt Peter

«Es war eine ungewisse Zeit. Letztes Jahr mussten wir die Produktion absagen, dieses Jahr mussten wir für alle passende Termine finden», sagte Präsident Werner Spirig anlässlich der Medienkonferenz. Aber das Ensemble habe unbedingt spielen wollen und so seien die Monate August und September ausgewählt worden. «Zuvor gab es eine Umfrage bei den Schauspielerinnen und Schauspielern, den Musikern und dem Chor», bestätigte Produktionsleiter Fritz Bruno Wirz.

Rot gegen Schwarz

Ab 20. August gibt es nun zehn statt zwölf Vorstellungen, die Anzahl der Sitzplätze ist wegen den Corona-Massnahmen auf 220 begrenzt. Um eine ausgeglichene Rechnung präsentieren zu können, braucht die «zentrumbühne» eine Auslastung von 60 Prozent. Für die Gastronomie wird beim Dorfzentrum extra ein Zelt platziert. «Und natürlich gibt es dem Stück entsprechend italienische Menus», ergänzte Wirz. «Die Geschichten um Don Camillo und Peppone kennen wohl alle aus den Filmen», erklärte Regisseurin Astrid Keller.

Das Leben im Dorf Bruscello könnte eigentlich ganz idyllisch sein, doch die Gemeinde ist in zwei unerbittliche Lager geteilt: Da sind die Konservativen mit Pfarrer Don Camillo (Salvatore Bisognano) an der Spitze und die Kommunisten mit Bürgermeister Peppone (Raphael Tanner). Die beiden tragen ihre Meinungsverschiedenheit gerne mal handgreiflich aus. Schlichten und richten muss die Angelegenheiten Christus (Matthisa Begemann). In den Filmen gibt es nur die Stimme, auf der «zentrumbühne» ist er leibhaftig zu sehen. Mehrmals muss Jesus intervenieren, sei es bei der Taufe von Peppones Sohn, wenn es um den Namen geht, oder bei der Hochzeit von Gina (Jessica Protopapa) und Mariolino (Gianluca Pignataro). «Aber jede Figur hat sein Herz auf dem rechten Fleck und so kommt nach dem Streit der Friede», meinte Astrid Keller. Auf der Bühne gibt es zwei Schauplätze. Das Parteibüro und die Kirche. Dank der Drehbühne kann schnell hin und her gewechselt werden. «Bühnenbauer Jules Brenneis hat den Entwurf von Leopold Huber Realität werden lassen», so Fritz Bruno Wirz. Das Herzstück der Inszenierung sei die Musik. Unter der Leitung von Goran Kovacevic spielen Andreas Bung, Klavier, Hartmut Heinzelmann, Bass, und Maurizio Trové, für den Gesang sorgt ein 16-köpfiger Chor unter der Leitung von Claudia Hugentobler. «Es gibt italienische Schlager aus den 1950er und 1960er Jahren, aber auch italienische Klassiker», erklärte Kovacevic. 

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