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«Sorgen für morgen»

Kreuzlingen – Ihren 18. Geburtstag und den Beginn des neuen Studienjahrs feierte die Pädagogische Hochschule Thurgau mit einem Hochschultag zum Thema «Sorgen für morgen: Bildung für Nachhaltige Entwicklung an der PHTG».

Die PH Thurgau feierte den Hochschultag. (Bild: Kurt Peter)

«Die PHTG gestaltet die Zukunft mit». Mit diesem Motto begrüsste Rektorin Prof. Dr. Priska Sieber die Gäste aus Politik und Bildungswesen in Kreuzlingen. Sieber zeigte in ihrer Einführung die Geschichte der Nachhaltigkeit auf und verwies auf das noch heute gültige Leitbild zur nachhaltigen Entwicklung, das im Jahr 1987 im Brundtland-Bericht veröffentlicht wurde.

Mittlerweile ist die Vorstellung einer nachhaltigen Entwicklung breit verankert. Seit 2016 bildet die Agenda 2030 den global geltenden Rahmen für die nationalen und internationalen Bemühungen zur gemeinsamen Lösung der grossen Herausforderungen der Welt. An diesen Zielen orientiert sich das Nachhaltigkeitskonzept der PHTG.

Nachhaltigkeit an der PHTG
Hochschulen haben generell die Aufgabe, einen Beitrag zur Gestaltung der Gegenwart und Zukunft unserer Gesellschaft zu leisten. Den Pädagogischen Hochschulen kommt im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung jedoch eine besondere gesellschaftliche Rolle zu. Eine ihrer zentralen Aufgaben ist es, die Verantwortungsfähigkeit und Eigenständigkeit als grundlegende Haltung während der ganzen Bildungslaufbahn herauszufordern und deren Weiterentwicklung zu fördern. Dies bedarf der Fähigkeit zur Überprüfung der eigenen und fremden Wertvorstellungen, dem notwendigen Wissen, Können und Wollen, was mit dem letztendlichen Ziel verbunden ist, die Gesellschaft zusammenzuhalten und sie zukunftsfähig mitzugestalten. An der PHTG wurde das Thema nachhaltige Entwicklung in besonderer Weise konzeptualisiert. Das Konzept zielt darauf ab, alle Angehörigen der PHTG zu befähigen und sie darin zu unterstützen, sich an einer nachhaltigen Entwicklung zu beteiligen, auch über die Hochschule hinaus.

Aus den vielfältigen Beiträgen der PHTG zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Aus- und Weiterbildung, Forschung und Dienstleistungen, wurden am Hochschultag drei Beispiele vorgestellt. Prof. Dr. Christina Colberg, Fachbereichsleiterin Natur, Mensch, Gesellschaft, erörterte unter dem Titel «Vom Thurgau und der weiten Welt – BNE verbindet», wie die Studierenden im «Diplomprojekt Globales Lernen» an eine Bildung für nachhaltige Entwicklung herangeführt werden. Sie zeigte dabei auf, wie dieser Ausbildungsteil mit internationaler Mobilität, fachlichen Auseinandersetzungen und der Berufspraxis verbunden ist.

Anschliessend berichtete Prof. Dr. Johannes Huwer, Brückenprofessor für Fachdidaktik der Naturwissenschaften an der Universität Konstanz und der PHTG, krankheitsbedingt per Livestream, aus einem Projekt für die Sekundarstufe I. In seinem Beitrag «Unsichtbares sichtbar machen – mit Augmented Reality Nachhaltigkeit erleben» gab er Einblicke in ein von seiner Arbeitsgruppe entwickeltes Unterrichtssetting, in dem anhand der täglich verwendeten digitalen Geräte vielfältige und konkrete Auseinandersetzungen zur nachhaltigen Entwicklung angestossen werden.

Im dritten Beispiel ging es um das das vielfältige Engagement der PHTG im Bereich «Making» bzw. «MakerSpaces». Alex Bürgisser, Lehrbeauftragter Medien und Informatik und Mitarbeiter der Fachstelle NaTech, stellte in seinem Beitrag «Prototyping for future – Wie schulisches Making Schülerinnen und Schüler nachhaltig bewegt» vor, wie die PHTG zusammen mit Primar- und Sekundarschulen und vernetzt mit weiteren Bildungs- und Hochschulpartnern Angebote entwickelt, welche die Auseinandersetzung mit nachhaltiger Entwicklung in den Schulen unterstützen.

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