/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Die unbekannte Welt

Kreuzlingen - «Am Bach – verborgene Welten im Fokus» ist eine Doppelausstellung, die sich den kleinen Fliessgewässern widmet. Da sind kaldeiskopartige Bilder im Rosenegg zu sehen und im Seemueseum ist unter anderem zu sehen und zu hören, was im und am Bach lebt.

Yvonne Ystas, Christian Hunziker und Claudia Peyer informierten über die Doppelausstellung. (Bild: Kurt Peter)

Wenn heute Abend die Doppelvernissage «Am Bach» im Museum Rosenegg und im Seemuseum stattfindet, ist in den kommenden Wochen das Resultat einer dreijährigen, intensiven Vorbereitungsarbeit zu sehen und zu hören. Am Dienstag informierten Dr. Yvonne Istas (Rosenegg), Christian Hunziker (Seemuseum) und die Fotograf Claudia Peyer die Medien über die Konzepte und darüber, was die beiden Häuser über das Thema zusammengestellt haben.

Unbekanntes entdeckt

«Die Initiative zur Ausstellung ging von der Stadt aus», so Yvonne Istas. Ein erstes Treffen habe 2018 im Hinblick auf das Stadtjubiläum im kommenden Jahr stattgefunden. Alle Aspekte der Kreuzlinger Bäche sollten zusammengetragen, die kleinen Fliessgewässer sollten in den Blickpunkt gerückt werden. «Von Anfang an waren wir begeistert von Claudia Peyers Aufnahmen, deshalb legen wir den Fokus im Rosenegg auf diese künstlerischen Fotos». Die ursprünglich angedachten stadtgeschichtlichen Aspekte seien gestrichen worden, diese «rücken wir im kommenden Jahr in den Mittelpunkt».

28 Aufnahem aller Bäche und über alle Jahreszeiten zeigt das Rosenegg. «Seit der Kindheit begeistert mich das Wasser und seit ich tauche sind Unterwasseraufnahmen meine Passion», so Claudia Peyer. Es sei ein Spiel mit Belichtung und Licht, Fotografie in den Bächen ohnehin eine grosse Herausforderung. «Ich habe Ecken an Bächen entdeckt, sie ich sonst nie gefunden hätte, ich habe Tiere entdeckt, von denen ich nicht wursste, dass es sie gibt». Sie habe 1000 Fotos geschossen, 350 in die engere Auswahl genommen und «nun sind die besten an den Ausstellungen zu sehen».

Schützen, was man kennt

«Was im Bach lebt steht im Zentrum der Ausstellung im Seemuseum», sagte Christian Hunziker. Von der Quelle bis zur Mündung, der Lebensraum der Bäche, die im städtischen Umfeld fliessen, die Notwendigkeit der Renaturierung für die Tier und Pflanzenwelt: In der Ausstellung im Seemuseum werden die Aspekte detailliert aufgearbeitet und präsentiert. Ein begehbares Audiobilderbuch lade auf eine faszinierende Entdeckungsreise ein. «Hier bilden die Fotografien von Claudia Peyer zusammen mit einem für die Ausstellung produzierten Audioguide ein stimmungsvolles Ensemble». 60 Minuten dauere der Audiorundgang, der von Autorin Judith Zwick gestaltet worden sei.

«Man kann nur schützen, was man kennt», meinte Christian Hunziker weiter. Deshalb seien im Zusammenhang mit der Doppelausstellung auch Programme für Schulklassen zusammengestellt worden. Julian Fitze, verantwortlich für Bildung im Seemuseum, erwähnte auch das gemeinsame Rahmenprogramm. «Dieses bietet, neben öffentlichen Führungen, auch interessante Exkursionen an». So gebe es eine Exkursion zur Fischbrutanstalt in Ermatingen, eine Bachbegehung am Saubach oder eine Überblicksführung zum Sanierungsprojekt Mellgenten.

Anmeldung empfohlen

Die heutige Doppelvernissage beginnt um 17.15 Uhr im Museum Rosenegg und findet um 19 Uhr im Seemuseum ihre Fortsetzung. Neben der Einführung in die Ausstellungen findet auch eine «Diskussion zum Bach» mit Claudia Peyer und Lukas Taxböck statt. «Die Vernissage ist schon gut gebucht, eine Anmeldung unter info@seemuseum.ch oder info@museumrosenegg.ch wird dringend empfohlen», so Yvonne Istas. Über mögliche Programmänderungen und das aktuelle Schutzkonzept können sich Interessierte unter www.seemuseum.ch oder www.museumrosenegg.ch informieren

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