/// Rubrik: Sport | Topaktuell

Europacup-Premiere mit Heimspiel gegen Stockerau

Handball - In der 2. Runde des EHF European Cup 2021/22 empfangen die Frauen des HSC Kreuzlingen am Samstag, 16 Uhr, den österreichischen Meisterschaftsdritten Stockerau.

Petra Skoricova. (Bild: Felix Walker)

Damit kommt es zur Europacup-Premiere des HSC Kreuzlingen in seiner über 50-jährigen Clubgeschichte. Die Mannschaft von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug hat sich diesen Höhepunkt im vergangenen Frühjahr mit der erstmaligen Playoff-Halbfinal-Qualifikation verdient.

Verhaltener Saisonstart
Mehr Europacup-Erfahrung bringt der Gegner UHC Müllner Bau Stockerau mit. Die Österreicherinnen zählen seit einigen Jahren zu den Topteams ihres Landes (WHA – Woman Handball Austria), holten zuletzt 2018 den nationalen Meistertitel, sind amtierende Cupsiegerinnen und belegten in der ersten Saison unter dem jungen Trainer Moshe Halperin (ehemaliger Juniorennationalspieler Israels) den ausgezeichneten dritten Schlussrang.
Wie der HSC Kreuzlingen muss auch die Mannschaft aus der rund 17’000 Einwohner zählenden Stadt nordwestlich von Wien auf die aktuelle Spielzeit hin einen grösseren Kaderumbruch verarbeiten. Dementsprechend verhalten ist Stockerau in die WHA-Saison 2021/22 gestartet. Nach einem 27:25-Heimsieg über Graz setzte es gegen die MAG Fivers Wien (22:25) und Serienmeister Hypo Niederösterreich (20:33) zwei Auswärtsniederlagen ab, ehe man zuletzt in eigener Halle gegen Feldkirch beim 27:27 zumindest wieder punkten konnte. Der 9. Tabellenplatz in der 12er-Topliga entspricht sicher nicht ganz den eigenen Erwartungen. Neben dem Kaderumbruch musste Stockerau zum Saisonauftakt allerdings verletzungsbedingt auch auf drei Leistungsträgerinnen verzichten. Neben einer soliden Abwehr mit den beiden starken Torhüterinnen Isabella Fritz-Castro und Isabell Bernhard überzeugten zuletzt die routinierten Rückraumspielerinnen Theres Kovarik (31) und Stefanie Schalko (26) sowie die junge Allrounderin Maria Lauermann (20, Aufbau/Kreis) als treffsichere Offensivkräfte.

Duell auf Augenhöhe
Obschon man in Kreuzlingen um die Spielstärke des Gegners weiss, will man am Samstag trotzdem versuchen, sich eine möglichst gute Ausgangslage für das Rückspiel vom 23. Oktober in Stockerau zu schaffen. Diese Mission kann gelingen, wenn die Mannschaft von Kristina Ertl-Hug (Cheftrainerin) und Thomas Zilm (Co-Trainer) an die starke Leistung beim 26:25-Überraschungscoup bei Meister LK Zug anknüpfen kann. Definitiv auch gegen Stockerau nicht genügen wird hingegen ein Auftritt wie jener beim 18:30 gegen den Supercup-Sieger Brühl St. Gallen. In jeder Hinsicht wird da deutlich mehr kommen müssen, wollen sich die Kreuzlingerinnen gegen Stockerau ein Polster für das Rückspiel anlegen. Die Basis hierfür soll in der Abwehr gelegt werden, wo man mit Nathalie Wörner und Frederikke Siggaard zudem über zwei formstarke Torfrauen verfügt, die mit ihren Paraden schon so manche Angreiferin an den Rand der Verzweiflung getrieben haben. Im Angriff ist der HSCK auf ein funktionierendes Kollektiv angewiesen, da er aktuell keine hochkarätige Rückraumschützin in seinen Reihen weiss, die für die «einfachen» Treffer sorgen kann. Definitiv ein spezielles Spiel wird es für die junge Kreisläuferin Marlena Kampelmühler-Rink, welche in der letzten Saison in der WHA noch gegen Stockerau gespielt hat. Die 19-Jährige wurde zudem erstmals für das A-Nationalteam Österreichs aufgeboten.

Insgesamt erwarten die Kreuzlinger Verantwortlichen ein Europacup-Duell auf Augenhöhe, in dem die bessere Tagesform und wohl auch das kämpferische Element den Ausschlag geben werden, wer den Platz am Ende als Sieger verlassen wird. Natürlich hoffen die Kreuzlingerinnen bei ihrer Europacup-Premiere auf die lautstarke Unterstützung durch die einheimischen Handballfans.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.