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Kreuzlinger Arbeitssieg beim Tabellenletzten in Zürich

Handball – Als Aufgalopp für das Europacup-Heimspiel vom Samstag feiern die Kreuzlinger SPL1-Frauen beim Tabellenletzten GC Amicitia Zürich einen 26:22-Pflichterfolg.

Marlena Kampelmühler-Rink. (Bild: Felix Walker)

Nach der zweieinhalbwöchigen Meisterschaftspause zeigten die Kreuzlingerinnen am Mittwochabend in der Saalsporthalle eine ausreichend gute Leistung, um den Tabellenletzten sicher auf Distanz zu halten. Der HSCK geriet dabei überhaupt nie in Rückstand und ab der 3. Minute lag er immer in Führung. Der Auftritt in der Zürcher Saalsporthalle war allerdings kein herausragender, was so kurz vor dem Europacup-Heimspiel gegen den österreichischen Vertreter UHC Stockerau auch nicht weiter verwundert. Das Trainerduo Kristina Ertl-Hug/Thomas Zilm gab allen Spielerinnen nochmals möglichst viel Einsatzzeit. Einen erfreulichen Saisoneinstand gab die junge Rechtsaussen Katja Lischka, die alle ihre drei Chancen verwertete. Am Samstag wird sich die Mannschaft allerdings mit Sicherheit deutlich steigern müssen, will sie ihre Premiere auf internationalem Parkett ebenfalls erfolgreich gestalten.

Starke erste Viertelstunde
Die Kreuzlingerinnen starten vor allem defensiv überzeugend in die Partie. In der ersten Viertelstunde kassierten sie nur gerade drei Gegentreffer und gingen mit 9:3 in Führung. Erst ein verwerteter Penalty beendete die rund neunminütige Torflaute von GC Amicitia. Bis zum 11:5 verlief die Partie aus Kreuzlinger Sicht wie erhofft. Dann aber schlichen sich immer wieder Ungenauigkeiten im Passspiel oder im Abschluss ein. Vor allem in den letzten Minuten vor der Pause passte beim HSCK weder im Angriff noch in der Verteidigung allzu viel zusammen. Eine Erklärung hierfür waren die zahlreichen Wechsel. Die jungen Stadtzürcherinnen, bei denen Rückraumspielerin Antonia Rakaric (kurzfristig von den Spono Eagles/SPL1 für die verletzte Dänin Frederikke Hovgaard-Hansen verpflichtet) ihren Einstand gab, kamen nun besser ins Spiel und nützten die sich bietenden Chancen. Mit der viel zu knappen 15:13-Halbzeitführung konnte der HSCK nicht zufrieden sein. Vor allem auch deshalb, weil man in der Abwehr mächtig nachliess und in der zweiten Viertelstunde gleich neun Gegentore kassierte.

Vorsprung ausgebaut
Offensichtlich hatte das Kreuzlinger Trainerduo in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden. Jedenfalls verteidigte der HSCK zu Beginn der zweiten 30 Minuten wieder wesentlich konzentrierter. Zürich tat sich wieder schwerer und benötigte ein Penaltygeschenk, um durch Kim Erni nach acht Minuten endlich den ersten Treffer in der zweiten Halbzeit zu erzielen. Zuvor hatten die Kreuzlingerinnen ihren Vorsprung aber bereits auf fünf Tore ausgebaut. Trotz der dritten Unterzahl hielten sie den Gastgeber danach auf Distanz, was deren dänischen Trainer Kent Ballegaard zu einem weiteren Time-out bewog. Nur scheiterte Erni wenig später bei ihrem bereits vierten Penaltyversuch erstmals an der in der Halbzeit eingewechselten HSCK-Keeperin Frederikke Siggaard. Wären die Thurgauerinnen mit ihren Chancen nicht teilweise fahrlässig umgegangen, die Entscheidung wäre längst gefallen gewesen. So durfte Zürich aber eine Viertelstunde vor Schluss beim Stand von 15:20 immer noch auf seinen ersten Punktgewinn hoffen. Beim Time-out des Kreuzlinger Trainerduos rund 13 Minuten vor dem Abpfiff betrug die Reserve nur noch drei Treffer. Dass es knapp neun Minuten vor dem Ende nicht sogar nur noch zwei Tore waren, hatte der HSCK  seiner Torhüterin Siggaard zu verdanken, die zum zweiten Mal einen Penalty abwehren konnte. Schliesslich war es Rückkehrerin Katja Lischka, die mit ihrem dritten erfolgreichen Abschluss zum 23:19 in der 54. Minute die Weichen zum dritten Kreuzlinger Saisonsieg stellte. Als sichere Penaltyschützin erwies sich in der Schlussphase die junge Lea Rothacker, die beide Versuche einnetzte.

Zweimal Europacup
Das nächste Meisterschaftsspiel steht für den HSC Kreuzlingen erst am 31. Oktober auf dem Programm. Dann empfängt man den Tabellenzweiten Spono Eagles in der Egelseehalle. Dazwischen spielen die Thurgauerinnen ihre beiden Europacup-Partien gegen den UHC Stockerau (AUT); am Samstag zuhause und am 23. Oktober dann nordwestlich von Wien.

GC Amicitia Zürich – HSC Kreuzlingen 22:26 (13:15)
Saalsporthalle. – 100 Zuschauer. – SR Feld/Müller.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Zürich, 5-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen:
Zürich: Hamborg (6 Paraden), Ennen (5 Paraden); K. Erni (4/3), Aellen (3), Dormann (1), Isenring (1), Suter (4), Riner, Dolci (5), Hartmann (1), Rakaric (3), J. Erni.
Kreuzlingen: Wörner (1.-30./4 Paraden), Siggaard (31.-60./6 Paraden, davon 2 Penalties); Mayer (1), Kampelmühler-Rink (1), K. Novotna (4/1), Klein (3), Weidmann (3), Rothacker (2/2), Marku (2), Gulyas (3), P. Novotna (2), Lischka (3), Heinstadt, Bratina (2).
Penaltystatistik: Zürich 3 von 5, Kreuzlingen 3 von 4.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Skoricova, Plüss (beide verletzt) und Olsovska (rekonvaleszent), erstmals mit Lischka; Zürich ohne Hovgaard-Hansen (verletzt), erstmals mit Rakaric (vormals Spono Eagles/SPL1).

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