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Die Feinarbeit beginnt

Kreuzlingen - Nach dem deutlichen Ja zum Kult-X-Betrieb geht es nun in die «Feinarbeit». Betriebsstrukturen und Konzept ab 2022 werden aufgrund der Erfahrungen überarbeitet und weiterentwickelt.

Im Kult-X gehts jetzt an die Detailarbeit. (Bild: zvg)

Am 26. September genehmigten die Stimmberechtigten nicht nur die Überführung der Liegenschaft Schiesser ins Verwaltungsvermögen, sie sagten auch deutlich Ja zum Beitrag an den Kulturbetrieb, befristet auf drei Jahre. «Damit können wir ab nächstem Jahr mit der Feinarbeit beginnen», sagt die zuständige Stadträtin Dorena Raggenbass. Dabei sollen die Erfahrungen aus dem Betrieb seit 2018 einfliessen. «Denn es ist sehr viel Bewegung in das Kult-X gekommen, viele neue Sparten und Ausrichtungen haben hier eine Heimat gefunden».

Konzept auf den Weg bringen

Dorena Raggenbass sieht die bisherige Aufteilung in Programmkoordination und Betriebsleitung als ideal an. «Die verschiedenen und an Zahl stets steigenden Anlässe im Kult-X müssen koordinert werden, andererseits soll sich die Betriebsleitung um die Administration, die Vermietung der verschiedenen Räumlichkeiten, den Einsatz der Freiwilligen, die Technik und Marketing oder anfallende Reinigungsarbeiten kümmern», so Raggenbass. Dieses Konzept gelte es auf den Weg zu bringen. Die Aufgabe werde der Trägerverein übernehmen, ergänzt mit dem «Fahrplan», was in den kommenden drei Jahren passieren müsse.

«Es ist nun eine demokratische Weiterentwicklung, zusammen mit allen unter dem Dach Kult-X mitarbeitenden Vereinen, angesagt». Es gehe um die Verfeinerung der Betriebsstrukturen und die Konkretisierung des Betriebskonzepts. «Das natürlich unter Berücksichtigung der personellen und finanziellen Aspekte unabhängig von Personen», so die Stadträtin. Für die Geschäftsstelle ständen ab 2022 jährlich 120’000 Franken zur Verfügung.

Planungskredit bewilligt

Der Trägerverein und der Vorstand müssten die Konzepte und den Stellenbeschrieb noch erarbeiten und beschliessen sowie der Generalversammlung im November vorlegen. Die Kulturkommission werde den Stadtrat in der Erstellung der Leistungsvereinbarung und mit Beratung des gesamten Ablaufs der kommenden Jahre mitberaten. «Mit Betrieb und Koordination sind wir auf gutem Weg, eine Herausforderung kommt im Bereich Sanierung und Umbau auf uns zu», so Raggenbass. Etappenweise soll eine Sanierung des Bestandes erfolgen. Auf Grundlagen der Machbarbarkeitsstudie 2019 werde die Bausubstanz vertieft geprüft und die Kosten von Sanierung und Umbau des Altbaus ermittelt. Der Gemeinderat hat dafür einem Planungskredit in Höhe von 220’000 Franken im März 2021 zugestimmt. «Eine Hochrechnung kommt auf Sanierungs- und Umbaukosten von sieben Millionen Franken», erklärt die Stadträtin. Die Prüfung der Statik des Altbaus werde zeigen, ob ein Erhalt möglich sei, ergänzt sie. Die Nutzung dieses Altbaus sei aufgrund des Brandschutzes ohnehin auf drei Jahre befristet. «Klar ist, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden müssen, dass heisst, wir müssen einen barrierefreien Zugang mit Lift gestalten».

Abstimmungen 2023

In die Planungen wird auch die Erschliessung des Gartens einbezogen. «Es muss geprüft werden, ob der Standort der WC-Anlagen richtig ist, oder ob diese einen neuen Platz bekommen». Notwendig sei auf alle Fälle die Sanierung der Heizung und der Lüftung sowie die Brandschutzmassnahmen im Altbau. Dorena Raggenbass sieht die Massnahmen als «Etappierung nach Dringlichkeit und Bedarf, es darf nichts verbaut werden».

Im Frühling 2023, so der Terminplan, soll der Gemeinderat über die Gebäudesanierung und den dauerhaften Betrieb des Kult-X abstimmen, im Herbst/Winter 2023 kommt die Botschaft vor das Volk.

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