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Erfolgreiche Kreuzlinger Europacup-Premiere

Handball – Mit dem 27:24-Heimsieg über Stockerau (AUT) hat sich der HSC Kreuzlingen ein kleines Polster für das Rückspiel im EHF European-Cup vom 23. Oktober geschaffen.

Siegesjubel. (Bild: Felix Walker)

Der erste, meist schwierigste Schritt auf internationaler Bühne haben die SPL1-Frauen des HSC Kreuzlingen am Samstag erfolgreich gemeistert. Trotz der grossen Anfangsnervosität gelang ihnen gegen den österreichischen Meisterschaftsdritten und Cupsieger UHC Stockerau ein verdienter 27:24-Heimsieg, der durchaus auch hätte höher ausfallen können. Nichtsdestotrotz reisen die Thurgauerinnen am nächsten Freitag mit der Gewissheit zum Rückspiel nach Stockerau bei Wien, dass sie realistische Chancen auf den Einzug in die 3. Hauptrunde des EHF European Cup 2021/22 besitzen. «Wir haben es in den eigenen Händen, den Sack am nächsten Samstag in Stockerau zuzumachen. Ich bin nach unserer heutigen, keinesfalls optimalen Leistung jedenfalls sehr zuversichtlich, dass wir uns für die nächste Runde qualifizieren können», meinte die Kreuzlinger Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug in einer ersten Bilanz wenige Minuten nach dem Abpfiff der durch die jungen norwegischen Unparteiischen souverän geleiteten Partie.

Zu viele Fehler
Die spielerische starken und laufstarken Österreicherinnen erwischen vor 350 Zuschauern in der Sporthalle Egelsee den besseren Start, weil der HSCK ganz einfach hypernervös agierte. Sowohl der erste Penalty als auch der erste Gegenstoss konnten die Kreuzlingerinnen nicht verwerten. So sahen sie sich trotz einer sehr stabilen Abwehr und klaren physischen Vorteilen nach zehn Minuten mit einem 1:3-Rückstand konfrontiert. Nach und nach legte sich die Nervosität aber und nach Ablauf einer Viertelstunde brachte Topscorerin Pashke Marku ihr Team nach einem weiteren Gegenstoss erstmals mit 5:4 in Führung. So richtig angekommen in der Partie war der HSCK damit aber trotzdem immer noch nicht. Im Angriff unterliefen ihm in den Schlussminuten der ersten Halbzeit immer wieder unnötige Ballverluste, was die konterstarken Österreicherinnen nach dem zwischenzeitlichen 8:7 für den HSCK (22.) zu vier Treffern in Serie nutzte. Die eingewechselte dänische Torfrau Frederikke Siggaard zeichnete dann mit zwei Paraden mitverantwortlich dafür, dass Kreuzlingen bis zur Pause immerhin noch der 12:12-Gleichstand schaffte.

Entschlossen aus der Kabine
Das Trainerduo Ertl-Hug/Zilm schienen in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Jedenfalls startete der HSCK furios in die zweite Halbzeit. Hinten machten die Thurgauerinnen zusammen mit Torfrau Siggaard den Kasten dicht und im Angriff wussten sie sich ebenfalls markant zu steigern. Mit einer 7:1-Torserie zogen die entfesselten Kreuzlingerinnen, angeführt von den treffsicheren Pashke Marku und Selina Weidmann, bis zur 41. Minute auf 19:13 davon. Fortan pendelte sich der Vorsprung bei fünf bis sechs Treffer ein. Stockerau fand vorerst kein probates Mittel für eine erfolgreiche Aufholjagd. Als dann Katja Lischka gegen ihre Landsfrauen zum 25:19 traf, war rund sechs Minuten vor Schluss zumindest die Frage nach dem Sieger dieses Europacup-Hinspiels beantwortet. In der Schlussphase verpassten es die Kreuzlingerinnen, sich einen deutlicheren Vorsprung herauszuspielen. Im Gegenteil: Unnötige Hektik und Fehler seitens der siegessicheren Einheimischen nutzte Stockerau, um den Rückstand noch auf drei Treffer zu reduzieren. Damit bleibt die Spannung für das Rückspiel in Stockach bei Wien vom nächsten Samstag, 16.00 Uhr, definitiv erhalten, denn drei Tore sind im Handball nicht wirklich viel.

Frauen EHF European Cup 2021/22, 2. Hauptrunde
HSC Kreuzlingen – UHC Stockerau/AUT 27:24 (12:12)
Egelsee. – 350 Zuschauer. – Sr. Braseth/Sundet (NOR).
Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 4-mal 2 Minuten gegen Stockerau.
Kreuzlingen: Wörner (1.-25./2 Paraden), Siggaard (25.-60./8 Paraden); Marku (9), Weidmann (7), Gulyas (4), P. Novotna (2), Lischka (2), Mayer (1), K. Novotna (1), Klein (1), Kampelmühler-Rink, Rothacker, Heinstadt, Bratina.
Stockerau: Bernhard (1.-22./31.-55./3 Paraden), Fritz-Castro (22.-30./55.-60./3 Paraden); Mauler (7), Hart (4), Schalko (4), Michalkova (3), Lauermann (2), Klinger (1), Gangl (1), Kovarik (1), Hiesinger (1), Feuerstein, Freimbacher, Habermüller, Vcelar.
Penaltystatistik: Kreuzlingen 2 von 3 (2./0:1 K. Novotna neben das Tor); Stockerau 1 von 2 (42./19:13 Hart scheitert an Siggaard).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Olsovska, Skoricova, Plüss und Petre (alle verletzt).
Rausch-best-player: Selina Weidmann (K) und Viktoria Mauler (S).

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