/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Sanierung verschoben

Kreuzlingen - Die Umgestaltung des Kreisels Rebstock muss warten: Einerseits hatte der Gemeinderat den Investitionsbetrag gestrichen, andererseits war auch der Stadtrat nicht wirklich glücklich mit dem kantonalen Projekt.

Der Rebstockkreisel ist ein Unfallschwerpunkt in der Stadt, soll deshalb umgestaltet und für alle Verkehrsteilnehmer sicherer gemacht werden. (Bild: Kurt Peter)

«Die Verkehrssicherheit verlangt die Sanierung und Umgestaltung des Rebstockkreisels und deshalb war eine Investitionssumme von 900 000 Franken im Budget 2022 der Stadt», so der zuständige Stadtrat Ernst Zülle. Dass der Gemeinderat den Betrag gestrichen hat ist für Zülle gut zu verkraften, denn «mit dem vom kantonalen Tiefbauamt vorgelegten Projekt waren wir nicht besonders glücklich». Der Stadtrat sei relativ spät über die Pläne informiert worden und habe in seiner Stellungnahme an das Tiefbauamt Änderungen verlangt: Wir wollen nicht nur mitbezahlen, wir wollen auch mitreden», sagt Zülle».

Problematische Einfahrten

Unbestritten sei, dass der Kreisel am Rebstockplatz eine Umgestaltung sowie eine Sanierung erfahren müsse. Die Einfahrten in den Kreisel seien problematisch, aber das dem Stadtrat präsentierte kantonale Projekt bezeichnete Ernst Zülle als überdimensioniert. «Aus räumlicher Sicht stellt die vorgesehene Kreiselgeometrie einen erheblichen Eingriff in die Umgebung dar», schrieb der Stadtrat deshalb an das kantonale Tiefbauamt. Und aufgrund dieser ins Oval gehenden Kreiselgeometrie verschlechtere sich aus die Situation für die Velofahrer.

«Die Sanierung des Rebstockkreisel ist ein grosses Projekt, Auslöser für die Pläne ist die Tatsache, dass es sich hier um einen Unfallschwerpunkt im Thurgau handelt», erklärt Kantonsingenieur Andy Heller. Eine Liste des Tiefbauamtes zeige auf, dass im Rebstockkreisel jährlich über 500 000 Franken an Unfallkosten die Volkswirtschaft belaste. «Der Rebstockkreisel taucht in unserer Hitparade immer wieder auf», so Heller. Dass der Gemeinderat die Investitionssumme gestrichen habe verzögere «eine Sanierung, die so oder so erfolgen muss».

Noch viele Baustellen

Das auf dem Tisch liegende kantonale Projekt «Rebstockkreisel» sieht Investitionen von mehr als vier Millionen Franken vor. «Das liegt nicht nur an der reinen Fahrbahngestaltung und der geometrischen Anpassung», erklärt Heller. Die Sanierung umfasse zudem auch die Lärmschutzmassnahmen und die fällige Anpassung der Bushaltestellen an das Behindertengleichstellungsgesetzt. Im November werde an einer Sitzung zusammen mit der Stadt eine Lösung erarbeitet, er hoffe, so der Kantonsingenieur, auf eine Realisierung im Jahr 2023. «Das ist dann aber nur eine Baustelle: In der Stadt Kreuzlingen gibt es noch enorm viele Projekte auf den Kantonsstrassen», sagt Andy Heller.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.