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Keine Punkte gegen den neuen Leader

Handball – In einer lange Zeit umstrittenen Partie unterliegen die SPL1-Frauen des HSC Kreuzlingen am Sonntag dem neuen Tabellenführer Spono Eagles mit 21:27 (14:14).

Die Kreuzlinger Kreisläuferin Vanda Gulyas wird gleich von zwei Luzernerinnen «bearbeitet». (Bild: Felix Walker)

Das klare Schlussresultat spiegelt den Spielverlauf nur teilweise wider. Am Ende wurden die Luzernerinnen ihrer klaren Favoritenrolle zwar gerecht, doch stiessen sie in der Kreuzlinger Egelseehalle auf heftige Gegenwehr. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (14:14), in der die Thurgauerinnen trotz der frühen, streng gepfiffenen roten Karte (10. Minute) gegen ihre Linkshändern Petra Skoricova und zwei verschossenen Gegenstössen bis zur Halbzeit einen Viertore-Rückstand (23./9:13) korrigieren konnten, gingen sie kurz nach Wiederanpfiff sogar zweimal in Führung. Das 16:15 durch Topscorerin Pahske Marku sollte allerdings bis zum Schluss der letzte Vorteil für den HSCK bleiben. Ausgerechnet während einer zweiminütigen Überzahl kassierten die Gastgeberinnen zwei wegweisende Gegentreffer zum 16:18. Offensiv unterliefen den Kreuzlingerinnen dabei zur Unzeit mehrere unerzwungene Fehler. Diesem Rückstand rannten sie dann gegen nicht unantastbare, aber unter dem Strich einfach durchsetzungsstärkere Luzernerinnen hinterher.

Chance zur Wende verpasst
Eine letzte Chance zur Wende besass der HSCK, bei dem Anna Mayer im Angriff und Nathalie Wörner zwischen den Pfosten die besten Noten abholten, beim Stand von 19:21 und Unterzahl. Zweimal verpasste das Team von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug in dieser Phase den Anschlusstreffer, der möglicherweise nochmals neue Kräfte hätte freisetzen können. Danach agierten die Adlerinnen vom Sempachersee wieder abgeklärter. Angeführt von der 45-fachen Nationalspielerin und Topscorerin Xenia Hodel (8 Tore) setzten sie sich mit vier Treffern in Serie entscheidend zum 19:25 (56.) ab. Damit waren die Punkte verteilt und die Spono Eagles durften sich am Ende einerseits über einen hart erkämpften Sieg am Bodensee, anderseits aber auch über ihre Rückkehr auf den Leaderthron der SPAR Premium League 1 freuen.

Wegweisendes Gastspiel am Mittwoch
Für den HSC Kreuzlingen, der mit jetzt 6:6 Punkten auf Platz fünf liegt, kommt es am Mittwoch, 20 Uhr, in Winterthur zu einem Vierpunkte-Duell im Kampf um die erneute Finalrunden-Qualifikation. Die Eulachstädterinnen besiegten am Samstag auswärts Thun mit 29:26 und liegen deshalb in der Tabelle zwei Zähler vor dem HSCK auf Platz 4. Mit einem Sieg könnten die Thurgauerinnen mit Yellow gleichziehen, verlieren sie aber, beträgt der Rückstand doch bereits vier Punkte. Für den HSCK spricht, dass er die letzten fünf Spiele gegen die Winterthurerinnen allesamt gewonnen hat und die letzte Niederlage bereits viereinhalb Jahre zurückliegt. Für die Gastgeberinnen spricht, dass sie aktuell in Form sind und vier der letzten fünf SPL1-Partien gewonnen haben.

HSC Kreuzlingen – Spono Eagles 21:27 (14:14)
Egelsee. – 200 Zuschauer. – Sr. Hasler/Hungerbühler.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 6-mal 2 Minuten gegen Spono.
Kreuzlingen: Siggaard (1.-23./2 Paraden), Wörner (23.-60./8 Paraden); Mayer (5), Kampelmühler-Rink (1), Skoricova (2), K. Novotna (5/2), Klein, Weidmann (2), Rothacker, Marku (4), Gulyas (1), P. Novotna, Lischka, Heinstadt, Bratina (1).
Spono: Schaller (1.-60./11 Paraden), Ort (für 2 Penalties/1 Parade); A. Emmenegger, Jund, M. Emmenegger (2), Stähelin (4), Zumstein (5), Müller, Hodel (8/1), L. Amrein, S. Amrein (1), Boesen (1), Decurtins (5), Csebits (1).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 2 von 3, Spono 1 von 1.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Olsovska, Petre und Plüss (alle verletzt).

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