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Pfadi Winterthur eine Schuhnummer zu gross

Handball – Am Ende fiel das Resultat mit 21:37 zwar etwas zu deutlich aus, der NLA-Tabellendritte Pfadi Winterthur war im Achtelfinal des Schweizer Cups 2021/22 am Sonntag aber eine Schuhnummer zu gross für den B-Ligisten aus Kreuzlingen.

Drenit Tahirukaj war im Cup-Achtelfinal mit sechs Treffern der erfolgreichste Kreuzlinger Schütze. (Bild: Felix Walker)

Die Kräfteverhältnisse zwischen Pfadi Winterthur, aktuell eines der drei besten Teams im Schweizer Männerhandball, und dem NLB-Tabellendritten vom Bodensee waren am Sonntag in der Sporthalle Maihof in Luzern spätestens nach einer Viertelstunde zurechtgerückt. Zu Beginn hielten die Kreuzlinger in diesem ungleichen Cupduell noch tapfer dagegen und konnten das Skore bis zum 4:4 nach gut sechs Spielminuten immer wieder ausgleichen. In der Folge setzte sich der haushohe Favorit allerdings- auch dank einer zweiminütigen Überzahl – kontinuierlich ab. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde betrug sein Vorsprung bereits sechs Treffer. Zwar fing sich der HSCK wieder auf, doch schon bei Halbzeit waren die Weichen beim Stand von 20:12 für Pfadi gestellt.

Tempostarke Winterthurer
Wie bereits vor der Pause bestraften die Winterthurer auch in den zweiten 30 Minuten praktisch jeden Kreuzlinger Ballverlust mit einem erfolgreichen Tempogegenstoss. Rund ein Dutzend Kontertore erzielte Pfadi insgesamt. Auch in diesem Bereich wurden die Unterschiede zwischen einer NLA-Spitzenmannschaft und einem NLB-Team offensichtlich. Am Ende zog Winterthur mit dem 37:21-Erfolg souverän in den Cup-Viertelfinal ein. Auf der anderen Seite verabschiedeten sich die Kreuzlinger mit einer trotzdem durchaus ansprechenden Leistung aus dem Cupwettbewerb. Beste Schützen beim HSC Kreuzlingen waren Linkshänder Drenit Tahirukaj mit sechs und Topscorer Paul Kaletsch dank einer maximalen Penaltyquote (3/3) mit fünf Treffern. Bei Winterthur beeindruckte der erst 20-jährige georgische Rückraumschütze Giorgi Tskhovrebadze mit einer hundertprozentigen Wurfausbeute (8/8) ebenso wie der 32-fache Schweizer Nationalspieler Cédric Tynowski (4/4) am Flügel.

Am Vortag hatten sich die Kreuzlinger mit einem 39:28-Erfolg über den unterklassigen Gastgeber BSV Borba Luzern für den Cup-Achtelfinal qualifiziert, während Winterthur beim 44:24 gegen den Erstligisten Appenzell keinerlei Mühe bekundete.

Kritik am neuen Cupformat
Für mehr Diskussionsstoff als der erwartet souveräne Viertelfinaleinzug von Pfadi Winterthur sorgte in Luzern allerdings das neue Cupformat. Bereits nach seiner Premiere am Wochenende musste es viel Kritik einstecken. Das eigentliche Ziel, dass unterklassige Vereine als Organisator eines Cup-Wochenendes mit zwei 1/16-Final-Partie am Samstag und dem Achtelfinal am Sonntag gute Werbung für den Handballsport vor einer grossen Kulisse machen können, wurde definitiv verfehlt. Den Achtelfinal zwischen Winterthur und Kreuzlingen wollten in Luzern gerademal 60 Zuschauer live mitverfolgen. In der Kreuzlinger Egelseehalle wären es wohl 400 bis 500 und selbst in Winterthur noch das Mehrfache von Luzern gewesen. Da wird der Verband nochmals über die Bücher gehen müssen.

1/16-Final (Samstag)
BSV Borba Luzern (2.) – HSC Kreuzlingen (NLB) 28:39 (15:18)
Maihof, Luzern. – 100 Zuschauer. – Sr. Hardegger/Hardegger.
Strafen: je 4-mal 2 Minuten.
Luzern: Mühlebach (1.-60./10 Paraden); Ramseier (3), Amacher (1), Gautschi (1), Muff (3), Böcklin (1), Wipf (3), Hermann (4/3), Lengacher (3), Gumprich, Mühlebach (4), Heimann.
Kreuzlingen: Berisha (1.-30./7 Paraden), Färber (31.-60./7 Paraden); O. Wipf (6), Dedaj (2), R. Wipf (2), Bärtschi (2), Briegmann, Bär (2), Heim (7), Kaletsch (6/5), Portmann (3), Kun (6), Ramosaj, Tahirukaj (3).
Penaltystatistik: Luzern 3 von 4, Kreuzlingen 5 von 5.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Schneider, Zeller, Nahaj (alle verletzt) und Lutz (gesperrt).

Achtelfinal (Sonntag)
HSC Kreuzlingen (NLB) – Pfadi Winterthur (NLA) 21:37 (12:20)
Maihof, Luzern. – 60 Zuschauer. – Sr. Hardegger/Hardegger.
Strafen: je 3-mal 2 Minuten.
Kreuzlingen: Berisha (1.-46./5 Paraden), Färber (46.-60./2 Paraden); O. Wipf, Lutz (4), Dedaj, R. Wipf (1), Briegmann, Bär, Heim (3), Kaletsch (5/3), Portmann, Kun (2), Ramosaj, Tahirukaj (6).
Winterthur: Wipf (1.-30./8 Paraden), Shamir (31.-60./7 Paraden); Ott (1), Osterwalder (2), Schönfeldt (1), Tynowski (4), Peccoraro (2), Vernier, K. Jud (2), Bräm (5), Freivogel (4), Tskhovrebadze (8/2), Jurca (3), Ruh (1), Leopold (4).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 3 von 3, Winterthur 2 von2.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Schneider, Zeller und Nahaj (alle verletzt).

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