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Nicht schön …

Leserbrief – Fabrizio Ribezzi, Gemeinderat FDP, aus Kreuzlingen, hätte eine Steuersenkung, als Dankeschön an die Steuerzahler, begrüsst.

Leserbrief

(Bild: StartupStockPhotos/Pixabay)

Eine minime Steuersenkung wurde äusserst knapp im Gemeinderat abgewiesen mit der stadträtlichen Begründung, dies würde über die nächsten zehn bis 15 Jahre die extreme Verschuldung noch weiter hinausschieben. Gewisse Gemeinderäte meinten als nächste Begründung, es blieben dem Steuerzahler ja nur ein paar Franken mehr in der Tasche, das sei «so wenig und nicht der Rede wert …» Ich finde das äusserst respektlos denjenigen gegenüber, die alles finanzieren, nämlich den Kreuzlinger Steuerzahlern. Wäre es denn nicht schön in Zeiten wie diesen ein Dankeschön an unsere Bewohner zu senden? Auch wenn dieses Dankeschön «nicht der Rede wert ist»? Ein sichtbarer Sparwille des Stadtrates wäre auch mal eine schöne Geste. Aber nicht in Kreuzlingen … es werden Millionen ausgegeben für Projekte, die definitiv nur einem kleinen Teil der Bevölkerung zu Gute kommen. Der Rest kann aber dafür mitbezahlen.

Es wird ein grosses Projekt nach dem anderen in Angriff genommen, im Wissen, dass man den zeitlichen Ablauf auch ein wenig verlängern könnte um die Verschuldung nicht zu sehr voranzutreiben. Aber nicht in Kreuzlingen …» wir können es uns leisten» heisst es dann. Aber bei der Einforderung eines kleinen Dankeschöns ans Volk, auch wenn es «nicht der Rede Wert ist» kommt die Drohung, dass das Stadtfest abgesagt werden wird, falls das Budget abgelehnt würde. Der erhobene Mahnfinger meiner früheren Lehrer hat mich bei einigen damals schon gestört und das gilt heute mehr denn je. Die Drohung, dem Volk Brot und Spiele wegzunehmen, hat sich in der Geschichte noch nie ausbezahlt. Und sowas in der Vorweihnachtszeit … nicht schön!

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