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Der Behörde klar gefolgt

Tägerwilen - Das Budget und die drei Kreditanträge der Volksschulgemeinde Tägerwilen wurden nach eingehenden Diskussionen bewilligt. Grünes Licht damit für Pumptrack, Sanierung Schulhaus Wäldi und den Planungskredit Ersatz und Erweiterung Schulraum

Auf dieser Wiese kann ein Pumptrack gebaut werden. Bild: Kurt Peter

Gleich zu Beginn der Budget-Gemeindeversammlung der Volksschulgemeinde Tägerwilen war klar, dass es einige Diskussionen geben würde. Das erste Votum von Jörg Sinniger verlangte eine Änderung der Traktandenliste-Reihenfolge, damit für den Kreditantrag «Ersatz und Erweiterung Schulbauten» mehr Zeit bleibe. Der Antrag wurde aber klar abgelehnt.

Pumptrack kann gebaut werden

Für den Bau eines Pumptracks beim Schulhaus Trittenbach wollte die Behörde einen Kredit von 360’000 Franken. Für Anwohnerin Eflie Ehrat «ist die Anlage am falschen Platz, ich verlange klare Öffnungszeiten». Schulpräsident Daniel Heidegger betonte, dass der Pumptrack aus schulischer Sicht am richtigen Ort sei, da er auch in der Pause benutzt werde. Es handle sich um eine Erweiterung des Pausenplatzes. Über Schliesszeiten «können wir diskutieren, wenn es die Situation bedingt», meinte er. Die Rückweisungsanträge von Marcel Fässler und Hans Riethmann wurden abgelehnt, ebenso der Antrag von Elfie Ehrat über Öffnungszeiten. Mit 62 Ja- gegen 9 Nein-Stimmen wurde der Kredit gutgeheissen.

«Wir wollen das Schulhaus Wäldi für die nächsten 15 bis 20 Jahre fit machen», ging Daniel Heidegger auf das Kreditgesuch von 350’000 Franken für die erste Sanierungs-Etappe ein. Die Schülerzahlen in Wäldi stiegen an, der Betrieb müsse innerhalb des Schulhauses optimiert werden. Der Werkraum im Erdgeschoss und das Zimmer für Textiles Gestalten im Obergeschoss sollen als Gruppenräume und für den Fremdsprachenunterricht umfunktioniert werden. Der Vorlage wurde ohne Gegenstimme bewilligt.

Am Ende bewilligt

«Ersatz und Erweiterung Schulraum sind gewichtige Themen», so Daniel Heidgger zum nächsten Traktandum. Der Pavillon beim Sekundarschulhaus müsse ersetzt werden, der Kindergarten Gottlieben brauche einen definitive Platz und der Kindergarten «Hasenweg» werde seit zwei Jahren in einem Container-Provisorium betrieben. Der Projektierungskredit von 500’000 Franken umfasse drei Phasen. Zuerst erfolge eine Machbarkeitsstudie über die Areale Pavillon, Trittenbach und Hasenweg. «Diese werden wir im zweiten Quartal 2022 der Öffentlichkeit vorstellen», erklärte Heidegger. In einer zweiten Phase werde ein Architekt ausgesucht, welche Variante zur Realsierung ausgesucht werde, sei noch nicht bestimmt. Und die dritte Phase werde das Projekt zur Abstimmungsreife bringen.

Phase 1 und 2 würden je 150’000 Franken kosten, Phase 3 200’000 Franken. «Wir bitten die Stimmberechtigten um ein Ja, weil wir aus Zeitgründen über alle drei Phasen abstimmen wollen», so Heidegger. Er versprach, die Bevölkerung in jeder Phase zu informieren. Roland Werner wollte nur Phase 1 und 2 zur Abstimmung bringen, «weil erst danach die Standortfrage geklärt ist». Jörg Sinniger stellte den Antrag, nur über Phase 1 abzustimmen. Dieser Antrag wurde mit 9 Ja- gegen 62 Nein-Stimmen abgelehnt. Abgelehnt, mit 17 Ja- gegen 52 Nein-Stimmen, wurde der Antrag von Roland Werner. Vor der Abstimmung über den Planungskredit von 500’000 Franken versprach Heidegger, Inputs aus der Bevölkerung einfliessen zu lassen. Mit 65 Ja- gegen 7 Nein-Stimmen wurde dem Kredit zugestimmt, das Budget mit einem Verlust von 590’000 Franken bei gleichbleibendem Steuerfuss von 87 Prozent wurde ohne Gegenstimme bewilligt, ebenso die Nettoinvestitionen von 1,2 Millionen Franken.

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