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Kreuzlinger dank Kantersieg auf einem Playoff-Finalplatz

Handball – Mit einem 40:28-Sieg in Steffisburg verbessern sich die NLB-Männer des HSC Kreuzlingen auf den 2. Platz. Am nächsten Samstag, 19 Uhr, empfangen sie den HS Biel.

Paul Kaletsch erzielte zwölf Tore aus zwölf Versuchen und wurde zum besten Spieler der Partie gewählt. (Bild: Felix Walker)

In der NLB-Tabelle haben die Hafenstädter dank des besseren Torverhältnisses den STV Baden (37:30-Sieg gegen Birsfelden) von Platz zwei verdrängt. An der Spitze liegt weiterhin die SG Wädenswil/Horgen (31:26-Erfolg in Solothurn) mit vier Punkten Vorsprung. Federn lassen mussten hingegen Gossau (30:31 in Biel) und Stäfa (32:32 gegen Endingen). Auf den beiden Abstiegsplätzen liegen Biel und Solothurn.

Früh die Weichen gestellt
Nach den Galaauftritten gegen NLA-Absteiger Endingen (27:22) und bei Leader Wädenswil/Horgen (33:23) haben die Kreuzlinger auch die Pflicht beim Tabellenzehnten in Steffisburg erfüllt. Ohne die ganz grosse Tagesform auszupacken und ohne seinen (geschonten) Abwehrchef Bujar Ramosaj dominierte das Team von Cheftrainer Werner Bösch die Hausherren nach Belieben. Die Weichen stellte der HSCK schon in einer frühen Phase, als er vom 4:4 (10. Minute) mit einer 9:1-Torserie auf 13:5 (24.) erhöhte und damit den Bernern früh den Wind aus den Segeln bzw. die Hoffnungen auf einen Überraschungscoup nahm. Hätten die Thurgauer in den ersten 30 Minuten nicht das eine oder andere Mal im Abschluss gesündigt, der Vorsprung wäre bereits bei Halbzeit noch deutlicher ausgefallen als das 15:9. Bei den Gastgebern war denn auch Torhüter Tim Zuege mit zehn Paraden der Fels in der Brandung.

Kaletsch makellos
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber nie mehr auch nur annähernd in Schlagdistanz. In der 38. Minute lag der HSCK dank eines Penaltytreffers von Drenit Tahirukaj erstmals mit zehn Treffern vorne. Die Berner versuchten den Kreuzlinger Lauf mit einem weiteren Time-out rund eine Viertelstunde vor Schluss einzubremsen. Diesen Unterbruch nützte HSCK-Trainer Bösch zu zahlreichen Wechseln. Er brachte Sandro Bär auf der Spielmacherposition anstelle von Valon Dedaj und ersetzte den einmal mehr überzeugenden Torhüter Haris Berisha (15 Paraden/Abwehrquote 52 Prozent) durch Cédric Färber, der sich mit einem gehaltenen Penalty (50./31:19) sogleich profilieren konnte. Für den Kreuzlinger Goalgetter Paul Kaletsch fanden die Steffisburger, welche primär mit einer 5:1-Abwehr agierten, überhaupt kein wirksames Gegenmittel. Der 29-jährige Rückraumspieler hatte am Ende zwölf Treffer aus zwölf Versuchen, darunter drei Siebenmeter, auf seinem Konto und wurde verdient zum besten Spieler der Partie gewählt. Schlussendlich feierten die Thurgauer einen ungefährdeten 40:28-Auswärtssieg.

Letztes Heimspiel des Jahres
Am nächsten Samstag, 11. Dezember, empfangen die Kreuzlinger um 19:00 Uhr den HS Biel zum letzten Heimspiel des Jahres. Gegen den Ranglistenvorletzten streben sie dabei den neunten Meisterschaftssieg in Serie auf heimischem Boden an. Auch wenn die Berner Seeländer in elf Partien erst zwei Mal als Sieger vom Platz gingen, sollten sie dennoch tunlichst nicht unterschätzt werden. Das tat am Samstag möglicherweise das zuvor mit dem HSCK punktgleiche Gossau, welches die Rückreise in die Ostschweiz prompt mit einer überraschenden 30:31-Niederlage im Gepäck antreten musste. Die überragenden Bieler Offensivkräfte hiessen dabei Lukas Trummer auf der rechten Aussenbahn mit elf Treffern inklusive maximaler Penaltyquote (5/5) sowie Vinzenz Schläfli im linken Rückraum mit acht erfolgreichen Abschlüssen. Die Bieler werden also mit neuem Selbstvertrauen an den Bodensee reisen und Kaletsch & Co. das Leben schwer machen wollen.

TV Steffisburg – HSC Kreuzlingen 28:40 (9:15)
SH Muterplatz. – 222 Zuschauer. – Sr. Hasler/Hungerbühler.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Steffisburg, 5-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Steffisburg: Zuege (1.-42./10 Paraden), R. Stettler (42.-60./3 Paraden); Karlen, Forrer, Kiener (1), N. Stettler (1), Zehr (2), Lutz (3), Wyttenbach (1/1), Lory (4), Christinat (5), Schöni, Drollinger (1), J. Stettler, Manse (9/3), Recher (1).
Kreuzlingen: Berisha (1.-45./15 Paraden/2 Tore), Färber (45.-60./5 Paraden); O. Wipf (4), Lutz (2), Dedaj (5), R. Wipf, Briegmann, Bär (2), Heim (1), Kaletsch (12/3), Portmann (1), Kun (2), Ramosaj, Tahirukaj (9/3).
Penaltystatistik: Steffisburg 4 von 6 (4./0:1 Manse scheitert an Berisha, 50./19:31 Manse scheitert an Färber), Kreuzlingen 6 von 7 (42./15:24 Tahirukaj scheitert an R. Stettler).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Nahaj, Schneider und Zeller (alle verletzt), Ramosaj und Briegmann nicht eingesetzt. – Best-Player-Wahl: Cedric Manse (S) und Paul Kaletsch (K).

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