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Alte Bekannte in neuer Formation

Kreuzlingen – Das Duo Riklin & Schaub zeigt am 14. Januar im Kult-X «Was wäre wenn».

Duo «Riklin & Schaub». (Bild: www.theaterandergrenze.ch)

Mit «Heinz de Specht» waren Roman Riklin und Daniel Schaub immer mal wieder in Kreuzlingen. Insbesondere an das alte «Theater an der Grenze» habe er gute Erinnerungen, erzählt Roman Riklin. «So ein vollgestopftes, enges Theater kann man sich ja gar nicht mehr vorstellen.» Nun kommt er auf Einladung des Theaters an der Grenze mit dem Duo «Riklin & Schaub» zum ersten Mal ins luftigere Kult-X, um das neue Projekt vorzustellen. Zuvor hatte er Zeit für ein Interview.

Wenn man ein Projekt wie «Heinz de Specht» nach 15 Jahren beendet, dann doch, weil man genug davon hatte.  Was hat euch gefehlt, so dass ihr neu angefangen habt?
Das Projekt war ausgelaufen. Die drei Leute haben nicht mehr alle am gleichen Strang gezogen. Was nach dem Ende der Gruppe aus uns werden sollte, war anfangs nicht klar. Aber Daniel Schaub und ich hatten mit dem Secondhand Orchestra bereits ein zweites Standbein. Wir beide haben also eine grosse Schnittmenge an Interessen. Dann haben wir uns gefragt: Schreiben wir jetzt etwa keine Songs mehr?  Was wäre, wenn wir zu zweit weitermachten? So entstand im Laufe von einem Jahr das neue Programm.

Was ist gleich, was ist anders?
Naja, zwei Drittel von dem, was vorher da war, gibt es ja noch. Aber zu zweit hat der Einzelne logischerweise mehr Gewicht. Wir haben zum Beispiel unser Multitasking ausgebaut. Ein Sound-Effekt-Gerät wie der Harmonizer erlaubt uns, weiter mehrstimmig zu singen. Und wir haben trainiert, mit den Füssen Schlagzeug zu spielen, während wir singen und Gitarre oder Piano spielen. Also klingen wir zu zweit wie eine ganze Band.

Inhaltlich sind die Lieder vom dritten Specht Christian Weiss weggefallen. Da waren immer auch politische Songs dabei. Diesen Platz konnten wir nun selber einnehmen. Das war interessant. Wir haben uns auch erlaubt, viel Neues auszuprobieren. Was wäre, wenn wir plötzlich auf der Bühne aufstünden und uns bewegten? Das wäre früher undenkbar gewesen. Wir brechen also als «Riklin & Schaub» aus gewohnten Mustern aus. Und wir haben versucht, Songs zu entwickeln, die man sehen muss. Deshalb haben wir eine Leinwand dabei. Ein Teil der Songs funktioniert nur zusammen mit Bildern.

Ihr sind ausgerechnet in der Pandemie im November 2020 gestartet. Wir kommt man als Künstler durch die Krise?
Dreissig bis vierzig Auftritte mit je fünfzig Leute haben wir schon geschafft. Bisher waren die Rückmeldungen gut, aber zugegeben: von den schlechten bekommt man ja nicht immer was mit. Die meisten sagen: Toll, wie ihr euch weiterentwickelt habt. Finanziell steht das Projekt aber noch nicht gut da. Viele Konzerte wurden verschoben. Und im Moment verkaufen sich leider wenige Tickets im Vorverkauf. Man weiss ja nicht, was wird. Aber wir wollen den Kopf nicht in den Sand stecken.

Immerhin dürfte euch das zweite Standbein ganz gut tragen. Für «Freddie – Die Mundartshow» mit dem Secondhand Orchestra waren schweizweit kaum noch Karten zu bekommen.
Das hat tatsächlich gut funktioniert. Wir waren an fünfzig Abenden ausverkauft. Nun freuen wir uns aber, wieder mit dem «Was wäre wenn»-Programm unterwegs zu sein. Wir hoffen, dass möglichst viele Heinz de Specht-Fans mal bei uns vorbeischauen.

Tickets für «Was wäre wenn» von Riklin & Schaub am 14.1. über www.kult-x.ch oder www.theaterandergrenze.ch

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