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«Gestillte Sehnsucht» – Philharmonisches Konzert

Konstanz – Am Mittwoch, 19. Januar, um 19.30 Uhr, sowie am Sonntag, 16. Januar, um 18 Uhr, findet im Konzil Konstanz das erste philharmonische Konzert des 2022 statt.

Lawrence Power. (Bild: Jack Liebeck)

Das fünfte Philharmonische Konzert der Saison und erste im neuen Jahr steht unter dem
Motto «Gestillte Sehnsucht».

Johann Strauß (Sohn), Miklós Rózsa und Jean Sibelius sind die Komponisten der gespielten
Werke dieser Konzertabende.

Das Konzert beginnt mit der Ouvertüre zu »Der Zigeunerbaron« von Johann Strauß, gefolgt
von Miklós Rózsas Konzert für Viola und Orchester op. 37 «Ungarische Serenade». Nach der
Pause wird die Symphonie Nr. 1 e-Moll op. 39 von Jean Sibelius dargeboten.
Lawrence Power (Viola) ist zu Gast, das Orchester wird geleitet von Emmanuel
Tjeknavorian.

Zum Programm:
Der «Zigeunerbaron» von Johann Strauss (Sohn) war schon immer eine umstrittene Operette
und wurde, bei allem Respekt für den unbestrittenen musikalischen Einfallsreichtum und die
herrlichen Melodien von Johann Strauss (Sohn), häufig aufgrund ihrer Handlung und ihres
Sujets kritisiert. Allerdings sind diese wesentlich vielschichtiger als es uns traditionelle
Inszenierungsmuster glauben machen wollen. Geschrieben als Reflexion des österreichischungarischen Ausgleichs von 1867, thematisierte die Operette zu ihrer Entstehungszeit in unterhaltsam spielerischer Form das Selbstverständnis und den Selbstfindungsprozess des k. u. k. Vielvölkerstaates. Heute zählt der «Zigeunerbaron» zu Strauss’ populärsten Operetten.

Mit ihrer meisterhaften Vermischung von Wiener und ungarischen Klängen gehört die
Partitur zum Besten aus der Feder des Walzerkönigs.

In der Musik von Miklós Rózsa, geboren 1907 in Budapest, finden sich, ähnlich wie bei
seinen Landsmännern Zóltan Kodály und Béla Bartók, Anklänge an die ungarische
Volksmusik. Rózsas Ruhm als Komponist beruht aber vor allem auf seinem filmmusikalischen
Schaffen. Er gilt bis heute als einer der erfolgreichsten Filmmusikkomponisten Hollywoods
und wurde mit zahlreichen Oscars ausgezeichnet. Daneben war Rózsa jedoch stets auch als
klassischer Komponist tätig. Miklós Rózsas Konzert für Viola und Orchester op. 37
»Ungarische Serenade«, das letzte Orchesterwerk des Komponisten, ist das Ende einer Serie
von Solokonzerten, mit denen er ein Werk für ein von ihm geschätztes Instrument oder
einen Interpreten schuf.

Die Symphonie Nr. 1 e-Moll op. 39 von Jean Sibelius stellte einen Wendepunkt in Sibelius‘
Schaffen dar. Mit ihr war die absolute Musik in den Vordergrund gerückt, und Sibelius
wehrte sich von da an gegen programmatische Deutungen seiner Symphonik: «Meine
Symphonien sind Musik – erdacht und ausgearbeitet als Ausdruck der Musik, ohne
irgendwelche literarische Grundlage. Ich bin kein literarischer Musiker, für mich beginnt
Musik da, wo das Wort aufhört.»

Wie bei allen Philharmonischen Konzerten dieser Saison haben Freundinnen und Freunde
der klassischen Musik die Möglichkeit, am ersten Konzerttag, Freitag, 14. Januar, um
9.30 Uhr, im Konstanzer Konzil bei der Generalprobe dabei zu sein.

Eine Stunde vor Konzertbeginn führt Insa Pijanka, Intendantin der Südwestdeutschen
Philharmonie, im Konzil in das Konzert ein.

Karten sind beim Stadttheater Konstanz (+41 7531 900 2150), bei der Südwestdeutschen Philharmonie (Mo–Fr 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr) und bei der Tourist-Information am Hauptbahnhof, sowie allen Ortsteilverwaltungen erhältlich. Tickets können auch bequem im Internet gekauft und per print@home ausgedruckt werden unter: www.philharmonie-konstanz.de.

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