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Quartier mit Hundekot übersät

Kreuzlingen – In letzter Zeit sind im Schlosswegquartier viele Hundehaufen vorzufinden. Dies führt dazu, dass Kinder beim Spielen darauf ausrutschen, Kinderwagenreifen voll von Kot sind und das Zuhause teilweise nach einem Spaziergang sehr unangenehm riecht. Mehrere Personen aus dem Quartier bitten die Hundehalter den Kot sachgemäss zu entsorgen.

Monja beim Hundekot sammeln. (Bild: zvg)

«Papa, komm wir gehen Hundekacki einsammeln», so klingt es wenn die vierjährige Monja mit Ihrem Vater zum Spielen an die frische Luft geht.

Etwa 200 Meter Fussweg liegen zwischen der Bahnbrücke Bernrain und dem Wendeplatz am Schlossweg, oberhalb des Emmishofer Spielplatzes. 15 Hundesäckli hat Monja beim letzten Spaziergang «gefüllt», eingesammelt und im Hundesäckli-Mülleimer entsorgt. Eine Woche vorher waren ihre Freundinnen Leandra und Nadja dabei. Auch sie haben über 15 Hundehaufen eingesammelt.

Monja sammelt regelmässig «Hundekacki» ein
Begonnen hat das alles, nachdem seit letztem Sommer mehrere Kinder aus dem Quartier immer wieder mit verschmierten und entsprechend riechenden Schuhen heimkamen. Die Kinder begannen sich aufzuregen, über die Kacke, die teilweise direkt neben einem Hundesäckli-Mülleimer am Wegesrand liegt. Das Fluchen der Eltern war nicht nur gross, sondern auch Thema beim täglichen Treffen im Quartier. Es macht wütend!

Hundekacke aus den Kinderwagen-Reifen zu kratzen ist kein Vergnügen. Das erweckt Unverständnis, zum Teil auch Fassungslosigkeit.

Es ging sogar soweit, dass im Schlossweg-Quartier selbst Hunde ihre Notdurft verrichteten und Kinder beim Fussball- und Fangenspielen auf Hundehaufen ausrutschen.

Es ist einfach ekelhaft und erschreckend, wie egoistisch manche Hundebesitzer sind. Die Kinder und auch ihre Eltern lieben Hunde und allen ist klar, dass die Hunde ihre Notdurft irgendwo verrichten müssen. Aber warum schaffen es viele Hundebesitzer nicht, mit einem Hundesäckli die Haufen einzusammeln und in den nächsten Mülleimer zu werfen?

Nicht alle Hundebesitzer sollen in einen Topf geworfen werden
Diese Frage beschäftigt die Anwohner des Schlosswegquartiers. «Alle 200 bis 300 Meter steht so ein grüner Mülleimer inklusive Säcklis. Die Stadt leistet hier bestmögliche Vorarbeit. Wir verstehen es einfach nicht,» sagt Monjas Vater David Schäfer.

Es besteht die Gefahr, alle Hundebesitzer zu verurteilen. Das wäre nicht richtig und nicht fair.

Die grosse Bitte an alle Hundebesitzer lautet ganz einfach nur: «Bitte entsorgen Sie die Notdurft Ihrer Hunde.»

Die Eltern aus dem Schlosswegquartier

 

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