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HSC Kreuzlingen brilliert im Spitzenkampf

Handball – Mit einer bärenstarken Leistung gewinnt der HSC Kreuzlingen den NLB-Spitzenkampf beim STV Baden mit 40:23 (18:12) und feiert seinen bereits 7. Sieg in Serie.

Topscorer Paul Kaletsch war mit 13 Treffern der mit Abstand beste Werfer auf dem Platz. (Bild: Felix Walker)

In der NLB-Tabelle festigten die Kreuzlinger mit dem insgesamt zwölften Saisonsieg ihren zweiten Platz hinter Leader SG Wädenswil/Horgen. Die Zürcher bekundete bei ihrem 28:27-Erfolg auswärts gegen den TV Steffisburg (12.) deutlich mehr Mühe als erwartet. Für den HSCK geht die Meisterschaft am nächsten Samstag mit dem ersten Heimspiel des Jahres weiter. Dabei empfängt er um 19:00 Uhr die SG Yellow/Pfadi Espoirs. Gegen die Winterthurer hat das Team von Cheftrainer Werner Bösch noch eine Rechnung aus der Vorrunde zu begleichen.

Kreuzlinger Blitzstart
Vor 350 Zuschauer in der Badener Auehalle kam es am Samstag zum mit Spannung erwarteten Duell zwischen den beiden momentan erfolgreichsten NLB-Teams. Baden reihte sieben, Kreuzlingen sechs Siege aneinander. Während Baden seine lange Wettspielpause von fast zwei Monaten nicht kaschieren konnte, lief der Kreuzlinger Motor vom Anpfiff weg auf Hochtouren. Nach zwölf Spielminuten lag das Team von Cheftrainer Werner Bösch bereits mit 7:1 vorne. Vielleicht kam diese Führung aber doch etwas gar einfach zustande, denn in der Folge liess bei den Thurgauern die Konzentration nach und es schlichen sich einige Fehler ein. Dies nutzte Baden, endlich ins Spiel zu finden und wieder bis zum 6:8 aufzuschliessen. Nach dem ersten Team-Time-out und einer klaren Ansage von Trainer Bösch fand der HSCK aber sofort zurück zu seinem Erfolgskonzept. Die 6:0-Abwehr um Bujar Ramosaj bekam zusammen mit dem einmal mehr starken Keeper Haris Berisha den erfolgreichsten Angriff der Liga wieder in den Griff. Und vorne zeigte sich Topscorer Paul Kaletsch weiter treffsicher. Mit seinen sechs Toren aus ebenso vielen Versuchen trug er massgeblich dazu bei, dass die Kreuzlinger ihren Vorsprung bis zur Halbzeit wieder auf sechs Treffer (18:12) ausbauen konnten. Dagegen blieben bei Baden die Goalgetter Pascal Bühler (3 Tore aus 7 Versuchen) und Amer Zildzic (3/6) deutlich unter ihren Möglichkeiten.

Express nicht zu stoppen
Die Kreuzlinger liessen auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht nach. Kaletsch mit seinem bereits achten erfolgreichen Abschluss schoss sie in der 38. Minute erstmals mit zehn Treffern (25:15) in Führung. Damit hatte die beste Abwehr der Liga das Duell mit dem erfolgreichsten Angriff unerwartet früh zu seinen Gunsten entschieden. Auch wenn die Aargauer weiterkämpften, schwand ihr Glaube an eine Wende mit jeder Minute und jeder weiteren Parade von Berisha. Schon in der 45. Minute erzielten die Thurgauer ihren 30. Treffer. Nach dem zweiten Time-out von Trainer Björn Navarin kurze Zeit später versuchten sich die Gastgeber noch mit einer offenen Manndeckung. Entscheidend näher kam Baden mit dieser Taktik allerdings nicht. Auch deshalb, weil dem für Berisha eingewechselten Routinier Nikola Marinovic mehrere erstklassige Paraden gelangen. In den Schlussminuten setzte der HSCK, der notabene vom WM-Schiedsrichterduo Brunner/Salah keine einzige Strafe kassierte, schliesslich sogar noch zur Kür an und schraubte das Skore bis auf 40:23 in die Höhe. Zum zweiten Mal nach dem 40:28 in Steffisburg im Dezember knackte die Bösch-Truppe damit die 40-Tore-Marke.

STV Baden – HSC Kreuzlingen 23:40 (12:18)
Auehalle. – 350 Zuschauer. – Sr. Brunner/Salah.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Baden, keine gegen Kreuzlingen.
Baden: Wyss (1 Parade), Wipf (5 Paraden); Küttel, Appel, Bühler (4), Biffiger (4), Zuber (2), Zildzic (4), Malic, Schmid, Voeklin (3), Hildebrandt, Ladan (2), Vizi (4).
Kreuzlingen: Berisha (1.-48./13 Paraden), Marinovic (48.-60./6 Paraden); O. Wipf (1), Lutz (3), Dedaj (3), R Wipf (1), Briegmann, Bär (1), Heim (5), Kaletsch (13/5), Portmann (2), Kun, Ramosaj (1), Blättler (3), Zeller (4), Tahirukaj (3).
Penaltystatistik: Baden 0 von 1 (50./20:32 Voelkin scheitert an Marinovic).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Kappenthuler, Nahaj und Schneider (alle verletzt).

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