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Mehr Todesopfer auf Thurgauer Strassen

Thurgau – Bei 1076 Verkehrsunfällen auf den Thurgauer Strassen sind im vergangenen Jahr 14 Menschen ums Leben gekommen. In den Jahren zuvor waren deutlich weniger Todesopfer zu beklagen. Auch die Zahl der schwer verletzten Personen hat stark zugenommen.

Im Jahr 2021 ist die Zahl der Verkehrsunfälle auf Thurgauer Strassen leicht angestiegen. (Bild: Kantonspolizei Thurgau)

Mit der Verkehrsunfallstatistik orientiert die Kantonspolizei über das Unfallgeschehen auf dem Thurgauer Strassennetz. Die Statistik beinhaltet alle 2021 polizeilich bearbeiteten Unfälle. Sie dient zur Information der Öffentlichkeit über das Unfallgeschehen, und sie bildet für Fachleute von Bund, Kanton, Städten und Gemeinden eine Grundlage für Massnahmen zur Reduktion der Unfallzahlen.

2021 wurden auf Thurgauer Strassen 1076 Verkehrsunfälle polizeilich bearbeitet, 2.2 Prozent mehr als im Jahr zuvor (1053), als die tiefste Zahl seit den 60er-Jahren des vergangenen  Jahrhunderts registriert worden war. Ein Vergleich mit den Jahren 2011 (1343 Verkehrsunfälle)  und 2001 (1640) zeigt, dass die Unfallzahlen über die Jahre kontinuierlich zurückgegangen sind.
2021 mussten auf Thurgauer Strassen 14 Todesopfer verzeichnet werden, nachdem die Opferzahlen in den Jahren zuvor tief waren: 2020 kamen sechs Personen ums Leben, im Jahr  2019 starben fünf und im Jahr 2018 sieben Menschen. Noch Anfang der 1990er-Jahre verloren bei 1728 Verkehrsunfällen auf Thurgauer Strassen 39 Menschen ihr Leben. Zehn der im Jahr  2021 tödlich verunfallten Menschen waren besonders vulnerable Verkehrsteilnehmende: Sie  waren zu Fuss (drei Personen), mit dem Fahrrad (drei Personen), mit dem E-Bike (eine Person) und mit dem Motorrad (drei Personen) unterwegs.

Auch die Zahl der schwer verletzten Personen ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen, von 141 auf 170. Die Zahl der Leichtverletzten ging von 479 auf 453 Personen zurück. Bei 114  der 1076 polizeilich bearbeiteten Verkehrsunfälle auf Thurgauer Strassen war die Hauptursache  Alkoholeinfluss, im Vorjahr traf dies für 132 der 1053 Unfälle zu. Bei 142 (2020: 102) Unfällen war die Hauptursache nicht angepasste Geschwindigkeit.

Leider sind vergangenes Jahr auf Thurgauer Strassen mehr Menschen ums Leben gekommen. Der Vergleich der Unfall- und Opferzahlen über einen längeren Zeitraum zeigt aber, dass die Präventionsarbeit der Kantonspolizei Thurgau, in enger Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt, dem Strassenverkehrsamt und dem Amt für Volksschule sowie die regelmässigen polizeilichen Verkehrskontrollen zu mehr Sicherheit im Strassenverkehr beitragen. Zu berücksichtigen gilt es dabei, dass der Motorfahrzeugbestand seit Jahrzehnten steigt: 1990 waren rund 120’500  Motorfahrzeuge registriert, im Jahr 2010 waren es 192’700, und vergangenes Jahr wurde ein  Bestand von rund 246’500 Motorfahrzeugen ausgewiesen.

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