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Besitzt Kreuzlingen das Potenzial zum Start-up-Hub?

Kreuzlingen – Bevor in Kreuzlingen ein Start-up-Hub realisiert wird, will der Stadtrat zunächst das Potenzial ausloten. Dafür gab er ein entsprechendes Konzept in Auftrag.

Kreuzlingen aus der Vogelperspektive. (Bild: zvg)

In seinen Legislaturzielen 2019 bis 2023 hält der Stadtrat unter anderem die Unterstützung von ansässigen Unternehmen und die Förderung zur Ansiedlung neuer Betriebe fest. Des Weiteren sieht er Kreuzlingen im Zusammenhang mit dem breiten Bildungsangebot als interessanten Standort für Start-ups.

Gestützt auf diesen Legislaturzielen, reichte die gemeinderätliche FDP-Gruppe Anfang 2020 das Postulat «Moderne Arbeitsstadt» ein. Darin forderte sie ein Konzept mit detaillierten Massnahmen, welche die Bildungsstadt Kreuzlingen und die Start-up-Szene fördert. Im Dezember desselben Jahres wurde das Postulat durch den Gemeinderat auf Antrag des Stadtrats angenommen.

Mittlerweile führten Stadtpräsident Thomas Niederberger und Stadtschreiber Michael Stahl verschiedene Gespräche, unter anderem mit der IHK Thurgau und dem Startnetzwerk Thurgau. Um sich ein umfassendes Bild über Möglichkeiten und über die konkrete Umsetzung verschiedener Start-up-Organisationen zu machen, fand zudem ein Austausch mit dem Startfeld in St. Gallen sowie mit dem «Home of Innovation» in Winterthur statt.

Grundsätzlich hat der Stadtrat das Potential für den Aufbau eines Start-up-Hubs erkannt. Als grosses Synergiepotenzial beurteilt der Stadtrat das Projekt eines Digitalen Campus Thurgau, über das jedoch der Kanton Thurgau noch entscheiden muss. Unabhängig davon ist der Stadtrat überzeugt, dass sich die Gründung eines Start-up-Hubs nur umsetzen lässt, sofern auch in der Wirtschaft ein ausgewiesener Bedarf als auch eine breite Unterstützung vorhanden ist. Insofern sieht sich der Stadtrat als Türöffner und Unterstützer, als treibende Kraft jedoch die Wirtschaft.

Um nun das Potenzial für einen Start-up-Hub konkret auszuloten, gab der Stadtrat bei der Firma Balg & Partner, Scherzingen, ein Konzept und Businessplan in Auftrag. Die Aufgabe des Beratungsunternehmens wird unter anderem sein, regionale Unternehmen über ihr Interesse, möglich Unterstützung sowie bestehende Angebote zu befragen. In einem Konzept fliessen in der Folge sämtliche Aussagen der Unternehmen. Auf Grundlage dieses Konzepts wird der Stadtrat seine weiteren Schritte beraten und kommunizieren.

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