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Sommertournee der Internationalen Bodensee-Konferenz gastiert in Kreuzlingen

Kreuzlingen – Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) geht ein umgebauter Schiffscontainer auf eine Sommertournee. Im Kanton Thurgau steht er vom 21. Mai bis am 25. Mai in Kreuzlingen. Der Container dient als Treffpunkt und Veranstaltungsort. In seinem Innern führt er eine kleine Ausstellung über die IBK mit. Daneben gibt es Podiumsdiskussionen sowie Veranstaltungen im Kulturzentrum Kult-X.

(Bild: https://ibk50.org)

Die Internationale Bodensee-Konferenz feiert im Jahr 2022 ihr 50-jähriges Bestehen mit einer Vielzahl von Aktivitäten und Veranstaltungen rund um den Bodensee. Zwei einmalige Anlässe prägen das Jubiläumsjahr: das Gipfeltreffen der Politik auf dem Säntis zum Auftakt und eine elfwöchige Sommertournee in der Bodenseeregion mit einem Schiffscontainer, die in allen Mitgliedsländern und -kantonen Halt macht. Nach dem Auftakt in Konstanz steht der Container vom Samstag, 21. Mai 2022, bis am Mittwoch, 25. Mai 2022, an der Hafenstrasse 8 in Kreuzlingen, bei der Geschäftsstelle der Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH) und dem Kulturzentrum Kult-X.

Mit der Sommertournee geht die IBK näher zur Bevölkerung in der Bodenseeregion. Im Container gibt es eine Ausstellung, die über die IBK, das Jubiläum, die Themen der sieben Kommissionen der IBK sowie ausgewählte Projekte und Erfolge informiert. Sie enthält zudem Videos, und eine grosse Karte lädt die Besucherinnen und Besucher ein, ihr Mobilitätsverhalten festzuhalten.

Der grösste Verbund Europas
Dass der Container im Kanton Thurgau just an jenem Ort Halt macht, ist kein Zufall. Die IBH ist ein Verbund von 27 Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen und damit der grösste hochschulartenübergreifende Verbund Europas. Grundsätzliches Ziel und Aufgabe der IBH sind die Verfestigung und der Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Forschung sowie im Wissens- und Technologietransfer, in der Lehre und in gemeinsamen Aktivitäten der Hochschulorganisationen. Mit der Förderung von kooperativen Forschungsprojekten unter den Mitgliedhochschulen, von Projekten mit Praxispartnern und von gemeinsamen Studienangeboten schafft sie innovative Lösungen für die Bodenseeregion.

Die IBH ist im Jahr 2000 als ein Projekt der IBK gegründet worden und wird seither im Wesentlichen durch die Mitgliedländer und -kantone der IBK finanziert. Sie wird eng begleitet durch die IBK-Kommission Bildung, Wissenschaft und Forschung, deren Vorsitz seit 2017 beim Kanton Thurgau liegt. Die IBH hat sich in den 20 Jahren ihres Bestehens zu einem Leuchtturmprojekt der IBK entwickelt und nimmt in der Hochschullandschaft der Bodenseeregion einen festen Platz ein. Die Geschäftsstelle befindet sich seit 2003 in Kreuzlingen, so dass es für den Kanton Thurgau naheliegend war, den Fokus des eigenen Tourneehalts auf die grenzüberschreitende Forschungszusammenarbeit zu legen. Das passt auch zur Strategie des Kantons, die Hochschulzusammenarbeit über die Grenzen hinweg zu fördern: Im Raum Kreuzlingen – Konstanz bestehen überdies enge Kooperationen zwischen den beiden Konstanzer Hochschulen und dem Kanton Thurgau sowie der Pädagogischen Hochschule Thurgau.

Podiumsdiskussionen und Konzerte
Am Samstag, 21. Mai 2022, wird der öffentlich zugängliche Container ab 19 Uhr im Rahmen einer Vernissage offiziell eröffnet. Nebst der Ausstellung im Container organisiert der Kanton Thurgau im Rahmen der Sommertournee zwei Podiumsdiskussionen. Jene am Montagabend befasst sich mit dem Thema «grenzüberschreitende Zusammenarbeit» und fragt, ob deren Potenziale bereits genügend ausgeschöpft werden. Teilnehmen werden der Kreuzlinger Stadtpräsident Thomas Niederberger, Thomas Zehnder, Chef Zoll Nordost, Ann-Veruschka Jurisch, Mitglied des deutschen Bundestags aus Konstanz und ehemalige Stiftungsrätin des Think Tank Thurgau, sowie der Konstanzer Landrat Zeno Danner. Am Dienstagabend diskutieren Katrin Schmelz, Wissenschaftlerin am Thurgauer Wirtschaftsinstitut an der Universität Konstanz, Sabine Rein, Präsidentin der Hochschule Konstanz, die Thurgauer Kantonsrätin Kristiane Vietze sowie David Angst, Chefredaktor der Thurgauer Zeitung, über das Thema «Wissenschaft und Gesellschaft: wohlgesinnt und doch fremd?». Am Mittwochnachmittag dreht sich alles um den IBK-Kleinprojektefonds. Dank der Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum Kult-X gibt es auch kulturelle Veranstaltungen, am Samstagabend ein Konzert mit Jürgen Waidele, am Sonntag ein klassisches Konzert, am Montagabend das Theater «Truck Stop» und am Mittwochabend Essen und Theater unter dem Titel «Imperia». Bei einigen Anlässen ist eine Anmeldung notwendig, dies ist möglich unter aussenbeziehungen.tg.ch/sommertournee.

Programm
Samstag, 21. Mai

  • 19 bis 20 Uhr: Vernissage inkl. Apéro (Anmeldung nötig)
  • 20 bis 22 Uhr: Konzert mit Jürgen Waidele (Vorverkauf, 25 Franken)

Sonntag, 22. Mai

  • 10 bis 14 Uhr: Brunch (Anmeldung nötig, 45 Franken)
  • 17 bis 19 Uhr: Monteverdis Marienvesper in der Kirche St. Stefan (Anmeldung nötig, 30/20 Franken)

Montag, 23. Mai

  • 12 bis 13 Uhr: Geschichte(n) einer langen Beziehung – grenzüberschreitendes Gespräch
  • 17.30 bis 18.45 Uhr: Podium «Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Werden die Potenziale ausgeschöpft?», anschl. Apéro (Anmeldung nötig)
  • 21 bis 22 Uhr: Café Fuerte: Theaterstück «Truck Stop»

Dienstag, 24. Mai

  • 17 bis 18.30 Uhr: Podium «Wissenschaft und Gesellschaft: wohlgesinnt und doch fremd?», anschliessend Ausklang mit Musik und Apéro (Anmeldung nötig)

Mittwoch, 25. Mai

  • 14 bis 17 Uhr: IBK-Kleinprojektefonds
  • 20 bis 22 Uhr: «Imperia» – Festmahl, Lesung, Tanz (Vorverkauf, 45 Franken)

Die Ausstellung «Grenzenlos» im Container ist bei Veranstaltungen und Sonntag bis Mittwoch von 9 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.

Sämtliche Informationen unter www.ibk50.org

Die Internationale Bodensee-Konferenz
Die Internationale Bodensee-Konferenz (IBK) ist die gemeinsame Plattform der Regierungen der Länder und Kantone Baden-Württemberg, Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberg und Bayern. Ziel der IBK ist es, die Bodenseeregion als attraktiven Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum zu erhalten und zu fördern und die regionale Zusammengehörigkeit zu stärken. Sie bildet den Kern eines breit gefächerten Netzwerkes der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Bodenseeregion. Weitere Informationen unter www.bodenseekonferenz.org

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