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Das Theater an der Grenze zelebriert den Umzug

Kreuzlingen – Vom 9. bis zum 11. Juni nimmt der Verein definitiv Abschied von seiner bisherigen Wirkungsstätte.

Jan Rutishauser. (Bild: Fabian Rölli)

«Es ist nicht leicht, sich von der Scheune an der Hauptstrasse 55a zu verabschieden», sagt der Präsident des Theatervereins, Andreas Heuke. «Aber die Arbeitsbedingungen für die Künstler, die wir engagieren, sind im Kult-X besser. Und die Zuschauer haben es erheblich leichter, zu ihren Plätzen zu gelangen.» Auch pragmatische Gründe haben zur Zügelaktion zum jetzigen Zeitpunkt beigetragen. Die Scheune ist nur gemietet. Niemand weiss, wann sie einer Überbauung weichen muss, aber dass sie ersetzt wird, ist so gut wie sicher. «Wir bestimmen den Zügeltermin lieber selbst, bevor wir offiziell herausgebeten werden», so Heuke. «Zudem finden die Vorstellungen bereits seit der Volksabstimmung im September 2021 im Kult-X statt – als Signal an die Kreuzlinger Bevölkerung, dem städtischen Beitrag für das Kulturzentrum zuzustimmen.»

Rund 53 Jahre hatte der Verein in dem umgebauten Holzhaus grosse Kunst auf kleiner Bühne geboten. Anlässlich des Umzugs wird Hans Red, ein Berufskollege des Gründers Norman Elrod, die Geschichte vor Ort noch einmal Revue passieren lassen. Der Eintritt zu seinem Vortrag am 9. Juni um 18 Uhr ist frei. Tickets für je 30 Franken vorbestellen sollte man dagegen für die Vorstellungen von langjährigen Wegbegleitern des Theaters an der Grenze.

Am Donnerstag um 20 Uhr geben «I tre secondi» ihren Klassiker «Zürich Hauptbahnhof» aus dem Jahr 2005 noch im alten Gebäude. Die dem Theater seit Jahren innig verbundene «Schwester Cordula» wird am Freitag um 20 Uhr in der Scheune ihr Programm «Unsern Bub, den kriegst du net!» zeigen und damit respektvoll den Heimatroman durch den Kakao ziehen. Den ersten Auftritt im Kult-X am Samstagnachmittag um 15 Uhr bestreitet das Theater Sgaramusch mit «Tätärätätäää» für Kinder ab fünf. Jan Rutishauser gibt anschliessend eines seiner Heimspiele. Der Güttinger Kabarettist hatte im Theater an der Grenze 2015 als frischgebackener Preisträger der «Oltner Sprungfeder» die Thurgauer Premiere seines ersten abendfüllenden Programms «Burn out» gegeben. Seitdem ist er Stammgast. Die Premiere des Programms «Absolute Perfektion», das er am 11. Juni, um 20 Uhr, aufführen wird, fand im Januar 2020 ebenfalls in Kreuzlingen statt.

Dreh- und Angelpunkt der Festtage ist der Umzug, und zwar im wortwörtlichen Sinn: «Wir treffen uns am Samstag um 13 Uhr mit Vereinsmitgliedern und Gästen zum Apéro an der Hauptstrasse 55a und lassen uns dann von den Stelzenkünstlern von ‹Gangart› ins Kult-X geleiten», sagt Andreas Heuke. «Die Artisten mit ihren bunten Kostümen werden den ganzen Boulevard kurzzeitig zur Bühne machen.»

Am 3. September beginnt die neue Saison des Theaters an der Grenze im Kult-X. Tickets unter www.theaterandergrenze.ch und in der Buchhandlung Bodan.

 

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