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«Literatur am Tisch» mit Urs Mannhart

Gottlieben – Am 1. September lädt das Literaturhaus Thurgau, Gottlieben, zu «Literatur am Tisch» ein. Ein ganz besonderes Format mit einem ganz besonderen Autor.

Urs Mannhart. (Bild: zvg)

Alle Teilnehmenden sollten das Buch von Urs Mannhart «Gschwind oder Das mutmaßlich zweckfreie Zirpen der Grillen» gelesen haben. Das Treffen beginnt um 18 Uhr und anschliessend um 20 Uhr findet die Lesung statt.

Von den Seltenen Erden sind der Wissenschaft bislang 17 bekannt. Urs Mannhart erfindet eine weitere: Das Rapacitanium. Der Namen ist abgeleitet aus dem Französischen rapacité, auf Deutsch: Habgier. Nomen est omen: Der Roman spielt mit der Annahme, die wohlstandsverliebte Schweiz werde selbst zum Kerngebiet des Abbaus Seltener Erden. Pascal Gschwind, verantwortlich für den globalen Handel mit Rapacitanium, hetzt auf internationale Konferenzen, während zu Hause seine Familie ihn kaum mehr zu Gesicht bekommt, und er steht schließlich vor einem Dilemma. «Wer sich mit den Erschütterungen befasst, die sich in den Alpen nach baulichen Eingriffen zeigen, dem fällt immer wieder auf, wie deutlich diese Gebirgszüge einem menschlichen Körper ähneln, der behandelt wird mit Akupunktur.» Aus «Gschwind oder Das mutmaßlich zweckfreie Zirpen der Grillen».

Urs Mannhart, geboren 1975, lebt als Schriftsteller, Reporter und Biolandwirt in der Schweiz.

Er hat Zivildienst geleistet bei Grossraubwildbiologen und Drogenkranken, hat ein Studium der Germanistik und der Philosophie abgebrochen, ist lange Jahre für die Genossenschaft Velokurier Bern gefahren, war engagiert als Nachtwächter in einem Asylzentrum und absolvierte auf Demeter-Betrieben die landwirtschaftliche Ausbildung.

Für sein literarisches Werk erhielt er eine Reihe von Preisen, darunter den Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis 2017. Im selben Jahr war er zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen; sein Text stand auf der Shortlist.

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