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Dominik Gügel referiert über die Hauptstadt des Thurgau

Kreuzlingen – Am Montag, 5. September, 17 Uhr, lädt die Gruppe «Leben und Gestalten» zum Referat mit Dominik Gügel ins Begegnungszentrum DAS TRÖSCH.

Dominik Gügel (Bild: zvg)

Geografisch gibt es keine Zweifel: die (linksrheinische Altstadt) von Konstanz gehört zum Thurgau, denn jenseits der Rheinbrücke, in Petershausen, beginnt der Hegau. Aus historischer Sicht darf man die Geschichte von Konstanz ohne den Thurgau sehen noch umgekehrt. Eine Aussage, die mehr oder minder auch für die gesamte Deutschschweiz gilt; immerhin war Konstanz bis 1821 Sitz des prägenden Bistums.

Familien liessen sich nach Gutdünken einmal innerhalb, einmal ausserhalb der Stadtmauer nieder. Eine Art Grenze, die jedoch nicht als einschneidend empfunden wurde. Erst mit dem Ersten Weltkrieg gewann sie an Bedeutung. Vorher empfand man sich als zusammengehörig. Die Konstanzer Kaufleute gaben nicht umsonst ihrer Zunft stolz den Namen «Zum Thurgau»; errichteten ein Zunfthaus gleichen Namens und bauten dann den grössten Festsaal seiner Zeit ein. Der Konstanzer Stadtrat tagt noch heute darin. Untrügliche Zeichen, dass der Thurgau für die Reichstadt und ihre Bürgerinnen und Bürger eine zentrale Bedeutung einnahm. Auch die Thurgauer sahen das so. Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts versuchten sie ein letztes Mal, die Stadt zum Hauptort zu machen. Vergeblich, wie man weiss.

Dominik Gügel nimmt seine Zuhörerinnen und Zuhörer am Montag, 5. September, 17 Uhr, mit auf eine wechselvoll spannende zeitreise bis in die jüngste Vergangenheit. Der Referent ist in Konstanz geboren und aufgewachsen. Nach einem Studium der Geschichte und Politik und einem Aufbaustudium in Kunstgeschichte, kam er 1998 auf den Arenenberg. Seit 2000 atmet er dort als Direktor des Napoleonmuseums.

Der Anlass wird organisiert von der Gruppe «Leben und Gestalten» und findet statt im Begegnungszentrum DAS TRÖSCH an der Hauptstrasse 42 in Kreuzlingen. Die Teilnahme ist kostenlos.

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