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Kantonale Verwaltung ergreift Energie-Sparmassnahmen

Thurgau – Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat entschieden, dass der Kanton der Energiespar-Alliance des Bundes beitritt. Mit verschiedenen Massnahmen will er den Verbrauch von Gas und Strom per sofort um jeweils 15 Prozent reduzieren.

(Bild: Alexa/Pixabay)

Die Schweiz steht vor einem herausfordernden Winter, es könnte zu Engpässen in der Energieversorgung kommen. Um die drohende Mangellage zu verhindern, hat der Bund Ende August eine Energiespar-Kampagne lanciert. Mit rasch umsetzbaren Massnahmen  werden die öffentliche Hand, die Wirtschaft, die Haushalte – wir alle – dazu aufgerufen,  sparsam mit der Energie umzugehen. «Die öffentliche Hand hat eine Vorbildfunktion und damit  eine besondere Verantwortung. Diese nahmen wir mit unseren umfassenden Energieförderprogrammen bereits in der Vergangenheit wahr.

Selbstverständlich hat der Regierungsrat auch jetzt entschieden, dass die Kantonale Verwaltung Thurgau Energie spart», sagt Regierungspräsidentin Cornelia Komposch. Der Kanton Thurgau  wird daher der Energiespar-Alliance beitreten und will mit Sofortmassnahmen den Gas- und  Stromverbrauch um 15 Prozent reduzieren.

Im Kanton Thurgau wurde bereits vor den Sommerferien der Teilstab «Energieversorgung  2022/2023» gebildet. Im Teilstab eingebunden sind nebst kantonalen Stellen auch Vertreter von Gemeinden und Energieversorgern. Eine der Arbeitsgruppen hat sich damit beschäftigt,  Energie-Sparmassnahmen für die kantonale Verwaltung auszuarbeiten. Dabei stützte sie sich  auf Empfehlungen der Konferenz Kantonaler Energiedirektoren und der Energiespar-Alliance.  Basierend auf diesen Empfehlungen werden ab sofort unter anderem in sämtlichen Gebäuden  die Raumtemperaturen um drei Grad Celsius reduziert, der Warmwasserverbrauch wird auf ein Minimum beschränkt, Strassenbeleuchtungen werden wo möglich früher ausgeschaltet und der Betrieb von Liften wird teilweise eingestellt. Hinzu kommen zahlreiche Massnahmen, die jede  Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter selbst umsetzen kann, zum Beispiel sollen länger nicht  benutzte Bildschirme und Geräte ausgeschaltet oder die Büros sollen richtig gelüftet werden.  Ausserdem sollen veraltete Leuchtmittel so rasch wie möglich durch moderne LED-Leuchtmittel ersetzt werden. Die Massnahmen sind bis Ende März befristet.

«Wir haben Hebel, mit denen wir den Energieverbrauch zentral steuern und reduzieren können. Bei vielen Massnahmen sind aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefordert»,  sagt Cornelia Komposch. Aber auch Private müssten sich an den Sparmassnahmen beteiligen,  um den drohenden Engpass zu verhindern, ist die Regierungspräsidentin überzeugt: «Unser  Verhalten in den kommenden Wochen ist entscheidend. Jede eingesparte Kilowattstunde zählt.»

Kantonale Massnahmen zur Senkung des Gasverbrauchs:

  • Raumtemperatur in sämtlichen Räumlichkeiten um 3° C reduzieren
  • Warmwasserverbrauch auf ein Minimum reduzieren
  • Tank für die Zweistoffanlagen füllen

Kantonale Massnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs:

  • Raumtemperatur in sämtlichen Räumlichkeiten um 3° C reduzieren
  • Warmwasserverbrauch auf ein Minimum reduzieren
  • Reduktion der Strassenbeleuchtung auf Kantonsstrassen
  • Repräsentativbeleuchtungen (Aussenbeleuchtung Gebäude, Weihnachts-
    beleuchtung et cetera) ausschalten
  • Reduktion auf einen Lift pro Gebäude
  • Sensibilisierung Liftbenutzung
  • Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Anzahl Drucker reduzieren
  • Verbot von privaten Kleingeräten (Heizstrahler, Klimageräte, private
    Kaffeemaschinen et cetera)
  • Temperaturabsenkung in der Nacht und am Wochenende sowie in den
    Schulhäusern während der Ferien optimieren
  • Automatische Lüftungsanlagen optimieren
  • Schliessen von Fenstern und Rollläden in der Nacht
  • Reduzieren der Beleuchtung in Gängen/Korridoren von Dienstgebäuden
  • Beschleunigung des Leuchtenersatzes

www.nicht-verschwenden.ch
https://alliance2022-23.ch/

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